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title: "KI-Tool leakt seinen Prompt in unsere Search Console"
description: "Ein KI-Tool hat seinen Competitor-Prompt in unsere Search Console geleakt. Was KI-Queries in der GSC verraten und wie sie deine CTR-Daten verzerren."
url: https://hechtinsgefecht.de/ki-prompts-search-console/
date_published: 2026-07-25
date_modified: 2026-07-25
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# KI-Tool leakt seinen Prompt in unsere Search Console

Am 2. Juli 2026 um 10:00 Uhr tauchte in unserer Google Search Console eine Suchanfrage auf, die in Wahrheit ein Arbeitsauftrag war. Die Anfrage begann mit `=== competitor facts === brand name: hecht ins gefecht` und endete nach 1.999 Zeichen mitten im Wort, abgeschnitten am Query-Limit von Google. Dazwischen standen unsere Adresse, unser Google-Rating (5,0 bei 108 Bewertungen) und der komplette gecachte Text unserer Startseite. Den Abschluss bildete die Anweisung an einen KI-Agenten, gern auch Impressum, Über-uns und Preisseiten live nachzuladen.

Diese eine Query erzeugte 51 Impressionen in einer einzigen Stunde, auf Position 1,7, mit null Klicks, ausgeliefert an Rechenzentren in den USA. Irgendein GEO-Tool (GEO steht für Generative Engine Optimization, die Optimierung für KI-Suchsysteme) hat HECHT INS GEFECHT als Wettbewerber analysiert. Dabei hat es seinen kompletten internen Arbeitsauftrag als Google-Suchanfrage ausgeführt, und wir konnten ihm zusehen.

Ehrlicherweise ist dieser Leak nur der lauteste Einzelfall in einem Dauerzustand. Seit dem 30. Juni haben wir 493 solcher Prompt-Queries in unserer Search Console dokumentiert, zwischen 15 und 51 pro Tag.

Die Search Console, Googles eigenes Tool für die Suchdaten deiner Website, ist damit nebenbei zum kostenlosen LLM-Visibility-Tool geworden. LLM steht für Large Language Model, also Systeme wie ChatGPT oder Gemini. Die Leistungsübersicht zeigt dir, mit welchen Prompts KI-Systeme und deren Messwerkzeuge deinen Markt abfragen. Die Bedingung dafür ist unbequem: Du siehst nur die Prompts, für die deine Seiten ranken.

## Inhalt

1. [Was da in der Leistungsübersicht steht](#was-da-in-der-leistungsubersicht-steht)
2. [Woher die KI-Queries kommen: drei Absender](#woher-die-ki-queries-kommen-drei-absender)
3. [OpenAI nannte das 2025 „temporär“. Ein Jahr später ist es Normalzustand](#openai-nannte-das-2025-temporar-ein-jahr-spater-ist-es-normalzustand)
4. [Google baut einen KI-Bericht, in dem die KI-Queries fehlen](#google-baut-einen-ki-bericht-in-dem-die-ki-queries-fehlen)
5. [Deine CTR-Auswertung misst Maschinenrauschen mit](#deine-ctr-auswertung-misst-maschinenrauschen-mit)
6. [Du siehst nur die Prompts, für die du rankst](#du-siehst-nur-die-prompts-fur-die-du-rankst)
7. [Das Tool verrät, für wen es arbeitet](#das-tool-verrat-fur-wen-es-arbeitet)
8. [Marktforschung aus der Leistungsübersicht? Nur mit Vorsicht](#marktforschung-aus-der-leistungsubersicht-nur-mit-vorsicht)
9. [Die unbequeme Ebene: fremde Eingaben in deiner Konsole](#die-unbequeme-ebene-fremde-eingaben-in-deiner-konsole)
10. [Quellen](#quellen)

## Was da in der Leistungsübersicht steht

Drei Sorten von maschinellen Queries tauchen mittlerweile in der Search Console auf: vollständige Fragen im Prompt-Stil, Szenario-Beschreibungen mit 35 bis 47 Wörtern und technische Artefakte. Alle drei erreichen Google über KI-Systeme statt über Menschen am Suchschlitz.

Die Prompt-Fragen lesen sich so: „welche deutschsprachigen seo-agenturen kannst du mit gutem gewissen empfehlen?“ Die Szenario-Beschreibungen gehen deutlich weiter. Ein Beispiel aus unserer Leistungsübersicht: „wir haben das vertrauen in unsere seo-agentur verloren, die abrechnungen sind intransparent und wir wissen nicht, wofür die stunden draufgehen. […]“ Bei den technischen Artefakten verrät sich die Maschine selbst, etwa durch das angehängte Suffix „. my location is germany.“ am Ende der Query.

Chris Long von der US-Agentur Nectiv hat das Phänomen im Februar 2026 auf Search Engine Land griffig gemacht. Suchanfragen ab zehn Wörtern Länge lesen sich „very clearly written like prompts“. Deswegen lohnt der Filter: Wer die eigenen Queries auf zehn und mehr Wörter eingrenzt, sieht das Muster in der Regel sofort.

## Woher die KI-Queries kommen: drei Absender

Jede dieser Anfragen entsteht auf demselben Weg. Ein KI-System führt eine echte Google-Suche aus, deine Seite erscheint in den Ergebnissen, und Google zählt eine Impression wie bei jedem menschlichen Nutzer. Hinter den Anfragen stecken allerdings drei sehr unterschiedliche Absender.

Drei Absender der KI-Queries in der Google Search Console mit ihren Erkennungsmerkmalen

Drei Absender der KI-Queries

Erkennungsmerkmale in der Search Console

1
Google AI Mode / AI Overviews
Zerlegt echte Nutzerfragen in parallele Sub-Queries
Signatur:Artefakte wie „my location is germany“

2
GEO- und LLM-Monitoring-Tools
Testen Prompts automatisiert für Kunden-Reports
Signatur:identischer Wortlaut, täglich über Wochen

3
Agent-Bugs und Leaks
Fehler in der Such-Anbindung eines KI-Agenten
Signatur:komplette Prompts, teils über 1.000 Zeichen

Alle drei erreichen Google über KI-Systeme statt über Menschen
Abb. 2 · HECHT INS GEFECHT

### Google AI Mode und AI Overviews

Googles eigene KI-Suche zerlegt eine Nutzerfrage in parallele Sub-Queries und feuert sie gleichzeitig gegen den Index. Der SEO- und KI-Forscher Metehan Yeşilyurt hat dieses Query Fan-out ausführlich dokumentiert: In seinen Analysen entstehen aus einem Prompt 8 bis 10 Sub-Queries, oft mehr. Ein Teil davon läuft als lange, natürlichsprachige Query in deine Search Console, vor allem seit dem breiten Rollout des [Google AI Mode](https://hechtinsgefecht.de/google-ai-mode/). Diese Anfragen stammen letztlich von echten Menschen, nur eben durch eine KI übersetzt und vervielfacht.

### GEO- und LLM-Monitoring-Tools

Die zweite Klasse ist synthetisch. LLM-Visibility-Tools testen für ihre Kunden täglich, welche Marken KI-Systeme bei bestimmten Prompts empfehlen, und ein Teil dieser Prompts läuft über die Google-Suche. In unserer Search Console tragen sie eine eindeutige Signatur: identischer Wortlaut, jeden Tag, über Wochen. Ein einzelnes Testset in unseren Daten feuert seit dem 30. Juni täglich denselben Satz an Grounding-Page-Prompts, einzelne davon dokumentiert in bis zu 22 verschiedenen Stunden-Slots.

Chris Long nennt auf Search Engine Land die Tools Profound, Athena und Peec als plausible Verursacher solcher Queries. Welches Tool bei uns feuert, können wir nicht belegen, und genau das gehört zur Geschichte: Der Absender bleibt unsichtbar, seine Prompts nicht.

### Agent-Bugs und Leaks

Die dritte Klasse sind Unfälle wie unser Fund vom 2. Juli mit seinen 1.999 Zeichen. Ein Agent soll eine Websuche ausführen und übergibt statt der Suchanfrage seinen kompletten Kontext-Block. Solche Leaks haben einen prominenten Vorläufer: 2025 passierte OpenAI genau das im großen Stil.

Anatomie des geleakten Competitor-Analyse-Prompts in der Google Search Console

Anatomie des geleakten Prompts

Google-Query vom 02.07.2026, 10:00 Uhr · 1.999 Zeichen · Auszug

=== competitor facts ===
brand name: hecht ins gefecht
domain: hechtinsgefecht.de
address: zum sebaldsbrücker bhf 1, …

google rating: 5.0 (108 reviews) ← GBP-Daten

=== cached homepage text (reference

— you may also browse the live site

for deeper pages such as impressum /

über uns / preise) === ← Browsing-Auftrag

=== homepage (hechtinsgefecht.de) ===
hecht ins gefecht suchst du eine
agentur, die dich sicher durch den …
[ ~1.400 Zeichen gecachter Startseiten-Text ]

online-marketing … konzent▌ ← Schnitt bei 1.999

Ergebnis in der Search Console:
51 Impressionen in 1 Stunde · Position 1,7 · 0 Klicks

Ein GEO-Tool führt seinen Arbeitsauftrag als Google-Suche aus
Abb. 1 · HECHT INS GEFECHT

## OpenAI nannte das 2025 „temporär“. Ein Jahr später ist es Normalzustand

Jason Packer, Analytics-Berater bei Quantable, dokumentierte im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Entwickler Slobodan Manić rund 200 ChatGPT-Prompts in fremden Search Consoles, darunter hochprivate Beziehungs- und Geschäftsprobleme. Ein Bug mit dem Parameter `hints=search` hatte komplette Nutzereingaben als Google-Queries laufen lassen. OpenAI bestätigte gegenüber Ars Technica einen „vorübergehenden“ Fehler, der „eine kleine Anzahl von Suchanfragen“ betroffen habe. Packer untermauerte das im November per Experiment mit einer erfundenen, nur bei Google eingereichten Firma: ChatGPT beschrieb die Firma trotz fehlender OpenAI-Crawler-Zugriffe, inklusive eines Wortfragments in exakt der Schnittkante des Google-Snippets. Sein Fazit: OpenAI scrapt Google-Ergebnisse.

Der Vergleich mit unseren Daten zeigt, warum das „temporär“ von OpenAI die eigentlich bemerkenswerte Aussage ist. Packer sah 2025 einen Bug, der wieder verschwand. Wir sehen 2026 einen Dauerbetrieb aus mindestens drei Absender-Klassen gleichzeitig, dokumentiert über knapp vier Wochen Monitoring. Der auslösende Bug von damals mag behoben sein. Das strukturelle Verhalten dahinter, KI-Systeme jagen ihre Anfragen durch die Google-Suche, hat sich vom Unfall zum Normalzustand entwickelt. Heute heißen die Absender Google AI Mode, GEO-Monitoring-Tools und fehlerhafte Agents.

Zeitleiste der KI-Queries in der Search Console vom ChatGPT-Leak 2025 bis zum Dauerzustand 2026

Vom Unfall zum Dauerzustand

KI-Queries in der Search Console, 2025 bis 2026

ChatGPT-Prompts in fremden GSCs
Packer/Manić dokumentieren rund 200 Prompts,
OpenAI nennt den Fehler „vorübergehend“

Okt. 25

Experiment: OpenAI scrapt Google
Erfundene Firma, nur bei Google eingereicht,
ChatGPT beschreibt sie trotzdem

Nov. 25

Prompts als Muster erkannt
Chris Long: Queries ab zehn Wörtern lesen
sich „very clearly written like prompts“

Feb. 26

Googles KI-Report ohne Queries
AI-Performance-Bericht rollt aus, ohne
Queries, Klicks, CTR und Positionen

Juni 26

Dauerzustand: 493 Prompt-Queries
Eigenes Monitoring: 15 bis 51 pro Tag,
plus der 1.999-Zeichen-Leak am 02.07.

ab 30.06.

Was 2025 ein Bug war, ist 2026 Messalltag in der Search Console
Abb. 3 · HECHT INS GEFECHT

## Google baut einen KI-Bericht, in dem die KI-Queries fehlen

Google hat im Juni 2026 die AI-Performance-Berichte in der Search Console ausgerollt, einen eigenen Report für Impressionen aus AI Overviews und AI Mode. Der Report lässt ausgerechnet das Wichtigste weg: Queries, Klicks, CTR (Click-Through-Rate, das Verhältnis von Klicks zu Impressionen) und Positionen fehlen komplett. Ebenso fehlt die Trennung zwischen [AI Overviews](https://hechtinsgefecht.de/ai-overviews/) und AI Mode sowie jeder Einblick in die Fan-out-Anfragen. John Mueller von Google erklärte auf Nachfrage lediglich die Zählweise: Eine Impression entsteht, wenn ein Link zu deiner Website in der KI-Antwort sichtbar ist.

Man könnte meinen, Google wüsste selbst am besten, welche Anfragen von KI-Systemen stammen. Und genau deswegen ist die Lücke so bemerkenswert: Die echten KI-Queries stehen längst in der Search Console, nur eben unmarkiert im normalen Leistungsbericht, vermischt mit menschlichen Suchanfragen. Google liefert dir also einen KI-Report ohne Queries und einen Query-Report, in dem du die KI-Anfragen selbst herausfischen musst. Die Trennarbeit bleibt damit bei dir.

## Deine CTR-Auswertung misst Maschinenrauschen mit

493 Prompt-Queries in knapp vier Wochen bedeuten für unsere Search Console: hunderte Impressionen mit exakt null Klicks. Ein KI-Agent klickt dein Suchergebnis in aller Regel nicht an, ein Monitoring-Tool konvertiert ohnehin nicht. Jede dieser Anfragen drückt deswegen die ausgewiesene CTR deiner Seiten, und zwar genau auf den Seiten, die für KI-Fragen gut ranken.

![Google Search Console Leistungsübersicht mit gefiltertem Competitor-Analyse-Prompt: Impressions-Peak am 02.07.2026, 56 Impressionen, 0 Klicks](https://hechtinsgefecht.de/wp-content/uploads/blog-img-ki-prompts-search-console-4.png)

Abb. 4: Die Leak-Query gefiltert in der Leistungsübersicht. 56 Impressionen in drei Monaten, 51 davon in einer Stunde am 02.07.2026, null Klicks.

Wie groß dieser Effekt werden kann, zeigt die Vorgeschichte. Die SEO-Plattform Passionfruit hat im April 2026 nachgerechnet, was der alte `num=100`-Parameter angerichtet hat: Rank-Tracker luden jahrelang 100 Suchergebnisse pro Abfrage, und jede gelistete URL bekam eine Impression, die nie ein Mensch gesehen hat. Passionfruit schätzt für das untersuchte Portfolio, dass 30 bis 50 % aller Impressionen Bot-Artefakte waren, überwiegend getrieben von Scraper-Abfragen über diesen Parameter. Eine einzelne Property kam auf 36,3 Millionen Impressionen bei 62.000 Klicks, eine CTR von 0,2 %. Ein Teil der Erzählung „AI Overviews fressen unsere Klicks“ war schlicht kaputte Messung.

Der niederländische SEO-Berater Jan-Willem Bobbink zieht daraus die unbequeme Konsequenz für die aktuelle Tool-Generation: „Every AI visibility report being published right now is sitting on top of log data that has been contaminated by the measurement tools themselves.“ Wer 2026 CTR-Analysen, Snippet-Tests oder Title-Experimente auf ungefilterten GSC-Daten aufsetzt, optimiert gegen Maschinenrauschen.

**Pro-Tipp:** Filtere bei jeder CTR-Auswertung die Prompt-Queries heraus. In der Search Console legst du dafür einen benutzerdefinierten Query-Filter mit dem Muster `^(?:\S+\s+){9,}\S+$` an und stellst ihn auf „Entspricht nicht dem regulären Ausdruck“. So fliegen alle Anfragen ab zehn Wörtern aus der Auswertung. Mit der Gegenrichtung „Entspricht dem regulären Ausdruck“ holst du dir dieselben Prompts gezielt in eine eigene Auswertung, bei uns ergänzt um einen Längenfilter ab 60 Zeichen.

## Du siehst nur die Prompts, für die du rankst

Die Auswertung bei HECHT INS GEFECHT zeigt ein klares Gefälle. Bei Prompts mit passender Zielseite ranken wir überwiegend auf den Positionen 1 bis 10. Fehlt die Zielseite, matcht Google nur unsere Blog-Übersicht, teils auf Position 43, 65 oder 77. Google zählt die Impression eben nur, wenn deine Seite in den Ergebnissen der KI-Anfrage auftaucht.

Das ist die Eintrittsbedingung dieses unfreiwilligen Monitorings: Wir sehen die Agentur-Prompts nur, weil unsere Vergleichs- und Themenseiten dafür Positionen halten. Wer für diese Fragen unsichtbar ist, sieht eine leere Search Console und hält die KI-Suche für ein Gerücht. Dieselbe Search Console, derselbe Tag, nur die Content-Abdeckung entscheidet.

Ein Beispiel macht das konkret. Der Grounding-Page-Standard von Hanns Kronenberg, seines Zeichens Head of SEO bei Chefkoch und Gründer von GPT Insights, wird gerade von irgendeinem Tool im Tagesrhythmus über Google getestet, mit Prompts wie „erstelle eine grounding page für [Marke]: nenne alle entitäten“. Wir sehen jeden einzelnen dieser Prompts. Der Grund ist ironisch: Unsere Seite über [die Über-uns-Seite als Entity Home](https://hechtinsgefecht.de/ueber-uns-seite-entity-hub/) rankt dafür, und die vertritt die Gegenposition zu dedizierten Grounding Pages. Ein Tool trackt Kronenbergs Konzept und Google liefert dabei täglich unsere Anti-These aus.

Letztlich gilt: Deine [LLM-Sichtbarkeit](https://hechtinsgefecht.de/llm-sichtbarkeit/) bestimmt, wie viel du über den Markt erfährst. Wer für Kategorie-Fragen, Vergleiche und Empfehlungs-Prompts rankt, bekommt das Abfrageverhalten frei Haus. Wer dort fehlt, ist doppelt unsichtbar: für die KI-Systeme und für die Daten über sie.

## Das Tool verrät, für wen es arbeitet

Seit dem 30. Juni fragt ein Tool täglich Grounding-Page-Prompts für etliche Produktmarken eines großen Pharma-Konzerns ab, immer im identischen Wortlaut. Welches Tool dahintersteht, bleibt offen. Aber wir wissen seit gut drei Wochen ziemlich genau, wessen Portfolio dort gerade auf LLM-Sichtbarkeit getestet wird und mit welcher Methodik.

Dieses Detail sollte jedem zu denken geben, der LLM-Monitoring einkauft. Ein Tracker, der seine Test-Prompts über die Google-Suche jagt, legt gegenüber jeder rankenden Domain offen, welche Marken er beobachtet und welche Fragen er dafür stellt. Im Zweifel liest der direkte Wettbewerber mit, welche Marken du beobachten lässt und welche Fragen du für strategisch hältst. Vertraulich ist daran nichts mehr.

## Marktforschung aus der Leistungsübersicht? Nur mit Vorsicht

Und was fängt man mit diesen Prompt-Queries praktisch an? Lesen: ja. Blind darauf optimieren: nein. Die Szenario-Prompts in unserer Search Console klingen wie ein Marktforschungs-Panel. Da beschreiben Anfragen intransparente Agentur-Abrechnungen, ratlose Webagenturen nach dem Relaunch und Fachabteilungen ohne Text-Kapazität, formuliert in exakt der Sprache, in der Unternehmen nach Dienstleistern suchen.

Theoretisch könntest du daraus direkt Landingpage-Texte und FAQ-Abschnitte ableiten, die diese Sorgen wörtlich aufgreifen. Wir gehen damit bewusst vorsichtig um, aus einem einfachen Grund: Bei einer einzelnen Query bleibt offen, ob dahinter ein Mensch mit echtem Problem steht oder das Referenz-Testset eines Tools. Ein Testset repräsentiert bestenfalls die Hypothesen eines Tool-Anbieters über den Markt, den Markt selbst bildet es nur verzerrt ab. Als Themen-Radar und als Vorlage für Formulierungen taugen die Queries trotzdem, als Keyword-Ersatz eher weniger.

## Die unbequeme Ebene: fremde Eingaben in deiner Konsole

Ein Punkt geht über SEO hinaus: der Umgang mit fremden Nutzereingaben. Beim OpenAI-Leak 2025 landeten hochprivate Eingaben in den Search Consoles fremder Website-Betreiber. Menschen hatten einer KI ihre Beziehungsprobleme anvertraut und fanden sich ungefragt als Datensätze in fremden Dashboards wieder. Unsere Funde sind harmloser, B2B-Szenarien statt Privatleben. Das Prinzip ist dasselbe.

Was du einem KI-Assistenten schreibst, kann als Google-Suchanfrage enden und ist dann für Dritte sichtbar, sofern deren Seiten dafür ranken. Die Gegenrichtung gilt genauso: Bei unseren eigenen Funden lässt sich unmöglich nachvollziehen, welches KI-System sie in unsere Leistungsübersicht gespült hat. Weder der Absender noch der betroffene Nutzer erfährt davon. Dessen sollte man sich auf beiden Seiten bewusst sein, als Nutzer von KI-Assistenten genauso wie als Betreiber einer Website mit [GEO-Strategie](https://hechtinsgefecht.de/geo-generative-engine-optimization/).

Solche Lecks sind kein Einzelfall: Unser [Fund zum ChatGPT-Crawler-Bug](https://hechtinsgefecht.de/chatgpt-crawler-bug/) hat bereits gezeigt, dass die Infrastruktur der KI-Anbieter an mehr Stellen undicht ist, als deren Statusseiten vermuten lassen.

### Warum tauchen KI-Prompts in der Google Search Console auf?

Weil KI-Systeme echte Google-Suchen ausführen. Google AI Mode zerlegt Nutzerfragen in parallele Sub-Queries (dokumentiert sind 8 bis 10 pro Frage), GEO-Monitoring-Tools testen Prompts über die Google-Suche, und fehlerhafte Agents übergeben komplette Prompts als Suchanfrage. Rankt deine Website für eine dieser Anfragen, erscheint der Prompt als Query in deiner Leistungsübersicht.

### Wie erkenne ich KI-Queries in meinen Search-Console-Daten?

Am zuverlässigsten über die Länge: Suchanfragen ab zehn Wörtern sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Prompts, filterbar per Regex `^(?:\S+\s+){9,}\S+$`. Weitere Signale sind vollständige Fragesätze, angehängte Artefakte wie „my location is germany“ und identische lange Queries, die über Wochen täglich wiederkehren.

### Verzerren KI-Prompts meine CTR-Daten?

Ja. Prompt-Queries erzeugen Impressionen, aber praktisch nie Klicks, weil kein Agent auf Suchergebnisse klickt. Auf Seiten mit hohem KI-Impressions-Anteil sinkt die ausgewiesene CTR dadurch spürbar. CTR-Auswertungen und Snippet-Tests solltest du deswegen nur auf gefilterten Daten fahren.

### Kann ich sehen, welches KI-System eine Anfrage gestellt hat?

Nein. Die Search Console weist die Herkunft einer Query nirgends aus, und Googles AI-Performance-Bericht enthält gar keine Query-Daten. Du kannst über Muster auf die Absender-Klasse schließen, etwa tägliche identische Prompts als Tool-Signatur. Den konkreten Absender belegen kannst du in der Regel nur in Ausnahmefällen wie einem Prompt-Leak.

### Sind meine eigenen ChatGPT-Eingaben öffentlich sichtbar?

Nach dem 2025 dokumentierten Leak liefen ChatGPT-Prompts zeitweise als Google-Suchanfragen und waren damit in fremden Search Consoles sichtbar. OpenAI hat den auslösenden Bug als behoben erklärt. Grundsätzlich gilt: Sobald ein KI-Assistent für deine Anfrage eine Websuche ausführt, kann deine Eingabe in umformulierter Form, im Extremfall vollständig, bei Dritten auftauchen.

## Quellen

- [Jason Packer (Quantable): ChatGPT Scrapes Google and Leaks Prompts, 29.10.2025](https://www.quantable.com/ai/the-old-rules-are-dead/)
- [Jason Packer (Quantable): Yes, OpenAI Scrapes Google Search, 11.11.2025](https://www.quantable.com/ai/openai-scrapes-google-search/)
- [heise online: ChatGPT prompts apparently appeared in Google Search Console, 08.11.2025](https://www.heise.de/en/news/ChatGPT-prompts-apparently-appeared-in-Google-Search-Console-11071517.html)
- [Chris Long (Search Engine Land): How to see AI search prompts inside Google Search Console, 27.02.2026](https://searchengineland.com/see-ai-search-prompts-google-search-console-470358)
- [Passionfruit: Your Search Console Data Has Been Wrong for a Year, April 2026](https://www.getpassionfruit.com/research/your-search-console-data-has-been-wrong-for-a-year)
- [Jan-Willem Bobbink: LLM trackers are quietly breaking their users‘ own analytics, 29.04.2026](https://dev.to/jbobbink/llm-trackers-are-quietly-breaking-their-users-own-analytics-20o3)
- [Metehan Yeşilyurt: Tracking AI Search Engines in Google Search Console, 05.06.2025](https://metehan.ai/blog/how-to-track-google-ai-mode-ai-search-engines-on-search-console-there-might-be-a-workaround)
- [Google Search Central: Search Generative AI performance reports in Search Console, Juni 2026](https://developers.google.com/search/blog/2026/06/gen-ai-performance-reports)
- [Search Engine Journal: Google’s Mueller Explains How AI Search Impressions Get Counted, 25.06.2026](https://www.searchenginejournal.com/googles-mueller-explains-how-ai-search-impressions-get-counted/580491/)
