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Twitter Alternative: Überblick über die besten sozialen Netzwerke

Benny Windolph, der SEO-Experte von HECHT INS GEFECHT
Benny Windolph
Benny Windolph ist der SEO-Experte von "HECHT INS GEFECHT".
26 Min

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In diesem Blogbeitrag gehe ich auf die Suche nach einer geeigneten Twitter Alternative. Ich betrachte verschiedene Plattformen, jede mit ihren eigenen Stärken und Schwächen, die unterschiedliche Nutzerbedürfnisse und -vorlieben bedienen.

Ich bin selber Twitter-Nutzer, habe 2018 eine Mastodon Instanz für den norddeutschen Raum mitgegründet und bin dort nach wie vor Adminstrator. Zudem sind wir als Agentur auch bei Threads und Substack Notes vertreten und decken damit einige der Twitter Alternativen ab.

Warum brauchen wir eine Twitter Alternative?

Warum wir eine Twitter Alternative brauchen, lässt sich nicht in einem Satz erklären. Es gibt viele Gründe, warum Twitter nicht mehr die Plattform ist, die sie einmal war. Einer davon ist die Übernahme durch Tech-Milliardär Elon Musk.

Doch auch davor war die Microblogging Plattform umstritten. Mittlerweile heißt Twitter auch nicht mehr Twitter sondern einfach X. Trotzdem schreibe ich hier für das bessere Verständnis weiterhin von Twitter.

Twitter ist nicht profitabel

Twitter ist seit Jahren nicht gewinnbringend. Dieser Trend hat sich unter der Leitung von Elon Musk, weiter fortgesetzt, da sein unberechenbares Verhalten Anleger und Werbepartner verunsichert hat.

Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis die Plattform ihre Dienste einstellt – es sei denn…

Twitter ändert sein Geschäftsmodell

Twitter strebt nun an, Einnahmen zu generieren. Dazu gehören sowohl bezahlte Abonnements als auch die Gewinnung neuer Werbekunden. Um dies zu erreichen, scheut Twitter nicht davor zurück, seine Werte aufzugeben. Es gibt kaum noch Tabus hinsichtlich Werbekunden und der einst als Zeichen von Authentizität geltende blaue Haken wird nun verramscht.

Das Angebot „Twitter Blue“, gekennzeichnet durch den blauen Haken, erhöht die Reichweite, fördert jedoch auch Trolle, Hassrede (Hate-Speech) und Fake News auf der Plattform.

Darüber hinaus hat Twitter kürzlich ein Limit für die täglich sichtbaren Tweets eingeführt, welches sich auch auf Kommentare unter den Tweets erstreckt. Durch diese Begrenzung kann man bei normaler Nutzung relativ schnell für 24 Stunden von der Plattform ausgeschlossen werden.

Es gibt Spekulationen, ob dieses Limit nur temporär und aus technischen Gründen eingeführt wurde, oder ob es andere Gründe hatte. Musk hat die Begrenzungen innerhalb kurzer Zeit zweimal angehoben. So konnten normale Nutzer zunächst 600, dann 800 und schließlich 1000 Tweets pro Tag ansehen.

Bei neuen Nutzern lag das Limit zunächst bei 300, dann 400 und schließlich 500 Tweets. Bei „Twitter Blue“ Abonnenten erhöhte es sich zunächst von 6000 auf 8000 und dann auf 10000 Tweets.

Es bleibt unklar, ob die Begrenzungen nach wie vor gelten und ob das technische Problem, das zur Einführung der Beschränkungen geführt hat, mittlerweile behoben wurde.

Twitter spart an den Angestellten und der Infrastruktur

Größere Unternehmen neigen zu einer gewissen Trägheit und Unbeweglichkeit – Twitter bildet da keine Ausnahme. Musk bemüht sich, diese Eigenschaften zu überwinden und Twitter die Agilität eines Startups zurückzugeben, was jedoch massive Personalreduzierungen zur Folge hatte.

Aber nicht nur beim Personal, auch bei der Infrastruktur wird gespart. Dies führt dazu, dass die Moderation auf der Plattform nicht mehr so effizient ist wie vor Musks Amtszeit. Fake News und Hate Speech bleiben länger öffentlich sichtbar und werden oft erst entfernt, wenn bereits rechtliche Untersuchungen eingeleitet wurden.

Technisch gesehen wirkt Twitter mittlerweile wie ein wackeliger Jenga-Turm. Zahlreiche ehemalige Mitarbeiter prophezeien einen totalen Kollaps der Plattform aufgrund der einschneidenden Sparmaßnahmen.

Twitter wird politisch(er)

Die politische Neutralität von Twitter hat spätestens mit Elon Musks offener Unterstützung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten DeSantis einen herben Schlag erlitten. Obwohl Twitter bereits zuvor nicht völlig neutral und tendenziell links-progressiv war, neigt es inzwischen stark zur rechts-konservativen Seite.

Gibt es eine Twitter-Alternative?

Eine Twitter-Alternative kann jedes soziale Netzwerk sein, das ähnlich wie Twitter funktioniert. Twitter ist eine Plattform, auf der Nutzer kurze Beiträge, bestehend aus Gedanken und Nachrichten, veröffentlichen können. Diese Beiträge haben normalerweise eine Obergrenze von 280 Zeichen und können durch Hashtags zusammengefasst werden.

Nicht nur Privatpersonen nutzen Twitter, sondern auch Unternehmen, Journalisten, Politiker und Organisationen. Trotz seiner derzeitigen Schwierigkeiten hat Twitter weiterhin den Ruf, eine bedeutende gesellschaftliche Einrichtung zu sein, da es nach wie vor ein Ort für politische Aktivitäten ist.

Das ist die Herausforderung, der sich die Alternativen zu Twitter stellen müssen. Die folgenden Alternativen haben dies mit unterschiedlichem Erfolg gemeistert.

Welche Alternativen zu Twitter gibt es?

Ahoi Landratte!

Twitter Alternative Mastodon

Mastodon ist ein Open-Source-Social-Media-Netzwerk, das 2016 von dem deutschen Entwickler Eugen Rochko ins Leben gerufen wurde. Es wurde als dezentrale Alternative zu Twitter konzipiert und besteht aus unabhängigen Servern, die sich um spezifische Themen, Regionen oder Interessen organisieren.

Twitter Alternative
Die Projekt-Homepage von Mastodon

Im Gegensatz zu vielen anderen sozialen Medien ist Mastodon werbefrei und wird durch Crowdfunding finanziert. Es ist bekannt für seine föderierte Struktur, bei der Tausende von sozialen Netzwerken zusammenarbeiten, um ein größeres Netzwerk zu bilden.

Die Nutzung von Mastodon ist kostenlos. Man kann aber jederzeit an seinen jeweiligen Instanz-Admin spenden oder auch an die, hinter der Entwicklung von Mastodon stehenden, gGmbH.

Vorteile Mastodon

Mastodon bietet eine Vielzahl an Vorteilen als Twitter-Alternative. Ein herausragendes Merkmal ist die Möglichkeit, eine Instanz zu wählen, in der das eigene Profil erstellt wird. Es ermöglicht Interaktionen innerhalb der eigenen Instanz, die eher einem dörflichen Charakter gleichen, oder mit allen anderen im sogenannten Fediverse, was eher mit Twitter vergleichbar ist. Somit kann man die Reichweite der eigenen Beiträge individuell steuern.

Die Auswahl an Instanzen ist enorm vielfältig in Bezug auf Themen und Standorte. Es gibt beispielsweise Server für Brettspielfans, regionale Server wie darmstadt.social oder Musikgenre-spezifische Server. Ungeachtet der gewählten Instanz bleibt die Möglichkeit bestehen, mit Menschen auf anderen Instanzen zu kommunizieren und ein persönliches Netzwerk zu erstellen.

Der Einstieg über spezifische Themen oder eine lokale Gemeinschaft beschleunigt jedoch den Netzwerkaufbau und erhöht die Wahrscheinlichkeit, sofort relevante Beiträge zu sehen.

Ein weiterer bedeutender Vorteil ist die Flexibilität bei der Instanzenwahl. Falls die Entwicklung der aktuellen Instanz nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, ist ein Umzug zu einer anderen Instanz möglich. Dabei bleiben zumindest die Verbindungen zu anderen Nutzern (Follower und Followees) erhalten, auch wenn aktuell eine Migration der Beiträge nicht möglich ist.

Zudem besteht die Option, eine eigene Instanz für sich selbst oder andere zu erstellen, entweder durch einen gemieteten Mastodon Server, bei dem kein technisches Know-how erforderlich ist, oder vollständig in Eigenregie, sogar auf einem Server im eigenen Zuhause.

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Im Unterschied zu Twitter verzichtet Mastodon auf Werbung und eine algorithmische Timeline und legt einen größeren Wert auf Datenschutz, indem keine Daten erhoben werden.

Mit einer breiten Palette an Clients für Desktop- und Mobilgeräte bietet Mastodon dank seiner Open-Source-Natur Raum für die Entwicklung und Veröffentlichung eigener Apps. Dort, wo Twitter die Nutzung von APIs durch Preissteigerungen einschränkt, gedeiht die Entwicklung auf Mastodon. Selbst der Anbieter von Tweetbot hat mit Ivory einen eigenen Mastodon-Client auf den Markt gebracht.

Ein gewichtiger Vorteil bei Mastodon ist die Interaktion. Hier zeigen sich klar die Vorteile einer chronologischen Timeline. Martin Holland von Heise schreibt in einem Beitrag auf Mastodon, dass Nutzer auf Mastodon mehr mit den Beiträgen von Heise interagiert wird als bei Twitter alias X.

Nachteile Mastodon

Mastodon, wie jede Twitter-Alternative, hat auch Nachteile. Ein solcher ist das Konzept, auf dem Mastodon und das Fediverse basieren, welches für Neueinsteiger eine Herausforderung darstellen kann.

Twitter-Nutzer sind daran gewöhnt, sich auf einer zentralen Website zu registrieren und anzumelden. Bei Mastodon ist dies jedoch anders. Hier muss man sich zuerst eine Instanz auswählen und von deren Existenz wissen.

Dies führt dazu, dass mastodon.social, als bekannteste Instanz, überfüllt ist, da viele Menschen fälschlicherweise annehmen, Mastodon und mastodon.social seien identisch. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch nur um eine von vielen Instanzen.

Für viele Umsteiger, die eine Alternative zu Twitter suchen und auf Mastodon stoßen, kann das Fehlen einer algorithmischen Timeline eine Hürde darstellen. Soziale Netzwerke haben die Tendenz, eine Sucht zu erzeugen ähnlich wie Drogen.

Ein werbefinanziertes Netzwerk wie Twitter ist darauf ausgelegt, seine Nutzer so lange wie möglich in der eigenen App zu halten, um möglichst viele Anzeigen zu präsentieren. Dies kann zu Beginn eine gewöhnungsbedürftige Umstellung darstellen, die einem Entzug gleicht.
Dafür gibt es bei Mastodon aber mittlerweile Abhilfe. Wem die algorithmisch sortierte Timeline fehlt, der kann auf den Mastodon Client Mammoth umsteigen. Der bringt in einer der nächsten Versionen einen solchen Algorithmus mit!

Das User Interface von Mastodon ist nicht so poliert wie die von Twitter und kann eher als nerdig betrachtet werden. Dies versucht Eugen Rochko, der Entwickler von Mastodon, mit stetigen Updates der offiziellen Mastodon App und der Weboberfläche zu verbessern. Wenn Mastodon in diesem Bereich zu Twitter aufholt, könnte es sich zur führenden Twitter-Alternative entwickeln.

Die Betreibung einer Mastodon-Instanz erfordert viel Engagement. Nicht nur die technische Wartung, sondern auch eine konsequente und stetige Moderation sind notwendig, um Mastodon zu einer echten Alternative zu Twitter zu machen.

Weitere Alternativen zu Twitter im Fediverse

Mastodon ist Teil des Fediverse, einem Netzwerk aus Servern, die auf unterschiedlicher Software basieren. So bietet Pixelfed beispielsweise eine Server-Software, mit der man seinen eigenen, Instagram-ähnlichen Webdienst aufsetzen kann. Ein solcher Server kann privat oder öffentlich genutzt werden. Dennoch kann ein Pixelfed-Server mit einem Mastodon-Server kommunizieren, da Server im Fediverse auf dem ActivityPub-Protokoll basieren.

Twitter Alternative
Eine der schöneren Twitter Alternativen: Firefish (auch eine Alternative zu Mastodon)

Weitere Plattformen aus dem Fediverse, die sich als Microblogging-Plattformen eignen, sind unter anderem Hubzilla, Pleroma, Friendica, Firefish und GoToSocial. So kann die Teilnahme an Diskussionen bei Mastodon auch ohne eine Mastodon-Mitgliedschaft erfolgen.

Die Open-Source Alternativen zu Mastodon, sind in der Regel ebenfalls kostenfrei und finanzieren den Betrieb und die Entwicklung durch spenden.

Im Zuge des medialen Aufschwungs von Mastodon im Herbst 2022, haben auch Medium und Tumblr ihre Dienste mit dem Fediverse kompatibel gemacht. Autoren auf Medium steht in einer Premium-Funktion ein Publisher-Account auf me.dm zur Verfügung, mit dem sie mit anderen Mastodon-Konten interagieren können.

Wer sich bei me.dm registrieren möchte muss zwangsläufig ein Pro-Abo von medium.com haben. Das heißt, dass die Nutzung von Mastodon über me.dm dadurch kostenpflichtig ist.

Instagram Threads, eine weitere Twitter-Alternative, plant zukünftig, Teil des Fediverse zu werden.

Twitter-Alternative Threads

Meta, der Konzern hinter Facebook, Instagram und Whatsapp, hat mit (Instagram) Threads eine weitere Mikroblogging-Plattform eingeführt, die direkt mit Twitter konkurriert.

Die neue App Threads knackte innerhalb von vier Tagen die Marke von 100 Millionen Anmeldungen und pulverisierte damit zahlreiche Rekorde. Das Nutzerwachstum war so beachtlich, dass Meta Mitarbeiter Überstunden schieben mussten um alles am Laufen zu halten.

Mittlerweile hat sich das Interesse allerdings wieder etwas abgekühlt. Dennoch sind es noch ungefähr 50 Millionen Nutzer. Und Meta strebt an, das bis zu einer Milliarde Nutzern weiter auszubauen.

Twitter Alternative
Aktuell gibt es keine Desktop-Version von Metas Twitter-Alternative Threads

Aktuell steht Threads nur Nutzern aus Ländern zur Verfügung, die nicht zur Europäischen Union gehören. Dies hängt mit einem Gesetz zusammen, das 2024 in der EU in Kraft treten wird. Der sogenannte Digital Markets Act verbietet es Facebook-Konzern Meta, Daten seiner Nutzer von Instagram mit anderen Plattformen wie beispielsweise Threads zu teilen.

Threads ist mittlerweile auch in der Europäischen Union nutzbar. Zu Anfang wurde Threads nur in Ländern außerhalb der Europäischen Union gestartet, da Threads nicht mit dem Digital Markets Act konform gewesen wäre. Das war auch dem geschuldet, das man Threads schnell an den Start bringen wollte, als es bei Twitter immer wieder Ausfälle und Abwanderungs-Wellen von Nutzern gegeben hat.

Die von Meta angekündigte Verbindung mit Mastodon ist zum Teil auch schon umgesetzt. So kann man Entwicklern von Threads auch aus Mastodon folgen und Beiträge sehen, liken und kommentieren.

Threads ist genauso wie Instagram vollkommen kostenlos. Aktuell gibt es auch keine Werbung auf Threads, das wird aber sicher in Zukunft eingeführt, wenn alle anderen Funktionen von Twitter implementiert sind.

Vorteile Threads

Ein großer Vorteil von Threads als Alternative zum Kurznachrichtendienst Twitter ist die riesige Nutzerbasis von Instagram. Instagram-Nutzer können ihre Accountdaten sowie ihren Benutzernamen unkompliziert zu Threads übertragen. Dies vereinfacht den Einstieg für Instagram-Nutzer erheblich und soll dazu beitragen, die Nutzerbasis von Threads schnell zu erweitern.

Dieser Ansatz hat zumindest in den ersten Tagen funktioniert. Aktuell befindet sich Threads in einer Entwicklungsphase, und der Erfolg der Plattform hängt stark davon ab, wie engagiert diese weiterentwickelt wird.

Ein weiterer potenzieller Vorteil könnte die Integration in das Fediverse sein. Meta-Chef Mark Zuckerberg hat sich als Befürworter von Dezentralisierung gezeigt, was unter anderem in seinem Versuch, eine dezentrale Währung zu schaffen, deutlich wurde. Dass dieses Vorhaben letztendlich scheiterte, ist auch auf politischen Widerstand zurückzuführen.

Wenn Threads, wie von Instagram-Chef Adam Mosseri angekündigt, Teil des Fediverse wird und Nutzer dort mit Mastodon-Accounts interagieren können, wäre dies ein enormer Fortschritt für das Fediverse. Obwohl dies nicht alle so sehen (siehe Embrace, Extend, Extinguish), könnte es das Fediverse und ActivityPub in den Mainstream befördern.

Sollte Threads tatsächlich Teil des Fediverse werden und eine Exportfunktion ähnlich der von Mastodon anbieten, ließe sich ein @threads.net-Account problemlos auf eine Mastodon-Instanz übertragen.

Nachteil Threads

Threads sammelt umfangreiche Daten über seine Nutzer und kombiniert diese auch plattformübergreifend. Das ist nichts Neues, denn Meta macht dies auch bei Instagram, WhatsApp und Facebook. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Metas Threads nicht wesentlich von Twitter.

Es ist wichtig zu wissen, dass auch Twitter Daten über seine Nutzer sammelt!

Wie bereits erwähnt, kann Threads aufgrund von rechtlichen Bestimmungen derzeit nicht in der EU genutzt werden. Das könnte sich zwar bald ändern, aktuell stellt es jedoch einen Nachteil von Threads dar und könnte das weitere Wachstum der Plattform beeinträchtigen.

Mit Threads erweitert Meta sein Social Media Imperium weiter. Facebook und Instagram decken bereits verschiedene Nutzungsszenarien ab. Sollte dazu eine Microblogging-Plattform hinzukommen, die langfristig erfolgreich ist, wäre das Monopol nahezu perfekt. Daher ist es ratsam, sich die anderen Alternativen zu Twitter genauer anzusehen.

Zu den aktuellen Nachteilen von Threads gehört, dass es bisher keine Weboberfläche gibt. Threads lässt sich derzeit ausschließlich über die Apps für Android und iOS nutzen!

Embrace, extend and extinguish

Ein potentielles Risiko für das Fediverse könnte die Strategie „Embrace, Extend and Extinguish“ darstellen. Diese Strategie beschreibt den Ansatz, bei dem ein Dienst ein Protokoll übernimmt, es erweitert und letztendlich durch seine eigene Dominanz unbrauchbar macht.

Meta könnte Threads in das Fediverse integrieren, seine Funktionen erweitern und später die Kommunikation mit anderen Diensten im Fediverse unterbinden. Es besteht die Möglichkeit, dass bis dahin einige Accounts von anderen Fediverse-Servern zu Threads gewechselt haben, doch danach könnte man wieder genau an demselben Punkt stehen, an dem wir uns gegenwärtig befinden.

Twitter Alternative Bluesky

Bluesky ist eine Initiative zur Entwicklung eines dezentralisierten Protokolls für soziale Netzwerke und eines entsprechenden Social-Networking-Dienstes. Ursprünglich von Twitter Inc. ins Leben gerufen, begann Bluesky 2021 mit der Einstellung seiner ersten Mitarbeiter und wurde als unabhängige öffentliche Organisation etabliert.

Geleitet wird Bluesky von der Geschäftsführerin Jay Graber, wobei Jack Dorsey, Mitbegründer von Twitter, in ihrem Vorstand sitzt.

Bluesky ist ähnlich wie die anderen Alternativen vollkommen kostenfrei.

Twitter Alternative
Projekt-Homepage von Bluesky

Vorteile Bluesky

Bluesky hat das AT-Protokoll (Authenticated Transfer Protocol) entwickelt, ein neues föderiertes Social Network, das Konzepte aus neuesten dezentralisierten Technologien in ein einfaches, schnelles und offenes Netzwerk integriert.

Das AT-Protokoll versucht den Ansatz des von Mastodon verwendeten ActivityPub Protokolls zu übernehmen und sogar weiter auszubauen. Dabei ist das AT-Protokoll aktuell noch gar nicht fertig und auch Bluesky steht bei der Dezentralisierung noch ganz am Anfang.

In Bluesky bestimmen Algorithmen, was wir sehen und wen wir erreichen können. Allerdings verleiht das AT-Protokoll den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Erfahrung, da es einen Modus für offene Algorithmen enthält.

Das AT-Protokoll ermöglicht es, ein Konto von einem Anbieter zu einem anderen zu transferieren, ohne Daten oder soziale Vernetzungen zu verlieren. Dies stellt auch einen Vorteil gegenüber Mastodon dar, obwohl Bluesky diese Funktionen bislang noch nicht implementiert hat.

Nachteile Bluesky

Derzeit existieren nur wenige Instanzen von Bluesky, davon ist bsky.social die größte mit den meisten Nutzern, was bedeutet, dass Bluesky noch nicht wirklich dezentral ist und der Export von Konten noch nicht funktioniert. Obwohl das AT-Protokoll Open-Source-Software ist und man theoretisch eine eigene Instanz aufsetzen könnte, ist diese momentan nicht in der Lage, mit der Bluesky-Instanz zu kommunizieren.

Viele Aspekte von Bluesky sind noch unfertig, und Bluesky, als einzig existierende Instanz, kämpft derzeit mit massiven Problemen bei der Moderation von Beiträgen.

Darüber hinaus ist der Beitritt zu Bluesky nur mit einem Einladungscode möglich. Damit möchte Bluesky eine Überbelastung der Infrastruktur vermeiden. Allerdings führt dies zu einer geringen Anzahl von Beiträgen und allgemein wenig Interaktion auf der Plattform. Als Alternative zu Twitter muss sich Bluesky erst noch beweisen.

Lange Zeit war ein Invite-Code notwendig um Bluesky beizutreten. Das ist mittlerweile nicht mehr so. Jeder kann sich auf der Haupt-Instanz anmelden.

Spätestens mit der Einführung von Instagram Threads, ist Bluesky etwas die Luft ausgegangen.

Aalglattes Angebot

Hive Social als Twitter Alternative

Hive Social ist ein Microblogging-Dienst und eine mobile App, die seit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk im November 2022 in den Medien aufmerksamkeit erregte. Die Plattform hat seitdem ein kometenhaftes Wachstum erlebt.

Allerdings gab es im Dezember 2022 einen Vorfall, bei dem Hive Social seine Dienste abrupt herunterfahren musste. Dies geschah, nachdem Sicherheitsforscher vor Hackern warnten, die Zugriff auf sämtliche Nutzerdaten hätten erlangen können. Es wurden Sicherheitslücken identifiziert, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Nutzer des Dienstes haben könnten.

Twitter Alternative
Bei Hive Social existiert auch keine Desktop-Version

Das Hive-Team entschied sich, die Server herunterzufahren, um die Sicherheitsprobleme zu beheben. Diese Abschaltung war als präventive Maßnahme gedacht, um ein potentielles Datenleck zu verhindern, welches auftreten könnte, bevor die Probleme gelöst sind.

Nach einer zweiwöchigen Offline-Phase zur Behebung der Sicherheitsprobleme, ging Hive Social Mitte Dezember 2022 wieder online.

Der Hype um Hive Social ist allerdings erheblich zurückgegangen. So stark, dass Hive Social aktuell kaum mehr zu den ernsthaften Alternativen zu Twitter gezählt werden kann.

Die Nutzung von Hive Social ist auch kostenlos.

Nostr als Twitter Alternative

Nostr ist streng genommen keine Plattform, sondern ein Protokoll ähnlich wie ActivityPub, das hinter Mastodon und dem Fediverse steht. Nostr arbeitet ebenso wie ActivityPub mit JSON-Dateien, dennoch existieren signifikante Unterschiede.

Twitter Alternative

Nostr entstand als modernere Version von ActivityPub und zielt darauf ab, den Nutzern mehr Flexibilität zu bieten und ihre Abhängigkeit von bestimmten Instanzen zu reduzieren.

Bisher ist Nostr jedoch nur in einer Nische präsent und nur wenigen Nutzern tatsächlich bekannt.

Nostr ist in der Regel auch kostenlos in der Nutzung. Wobei es, wie oben schon näher beschrieben, nur um das Protokoll handelt und es sicher auch Implementationen von Nostr gibt, die kostenpflichtig sind.

Substack Notes als alternatives Twitter

Substack Notes entstand als Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach einer Plattform, die es Autoren, Journalisten und Content-Erstellern ermöglicht, direkt mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten und Einnahmen zu generieren. Aber auch ein direkter Konflikt mit Twitter ist ein Grund, warum Substack Notes ins Leben gerufen wurde.

In einer Medienlandschaft, die zunehmend von Werbeeinnahmen und Clickbait dominiert wird, bietet Substack eine Alternative, die den Fokus auf qualitativ hochwertigen, abonnentenbasierten Content legt.

Die Plattform ermöglicht es den Erstellern, Newsletter zu veröffentlichen, für die die Leser bezahlen können, wodurch eine direktere und oft tiefere Beziehung zwischen Autor und Publikum entsteht.

Substack Notes ist somit ein Versuch, den Journalismus und das Content-Erstellungsgeschäft zu demokratisieren und gleichzeitig eine nachhaltige Einkommensquelle für Ersteller zu schaffen.

Substack Notes ist im deutschsprachigen Raum aber so gut wie unsichtbar und hat auch nominell nicht wirklich viele Nutzer.

Substack Notes bietet diverse Abo-Modelle. Darunter auch die kostenlose Nutzung aber auch eine Pro-Version.

Pebble ehemals T2

Pebble, früher bekannt als T2, ist eine amerikanische Social-Media-Plattform, die von ehemaligen Twitter-Mitarbeitern Sarah Oh und Gabor Cselle gegründet wurde. Die Plattform befindet sich derzeit in einer einladungsbasierten Beta-Phase, obwohl die Inhalte auf der Website öffentlich sichtbar sind. Pebble wurde als Alternative zu Twitter konzipiert, insbesondere nach der Übernahme von Twitter durch Elon Musk. Die Plattform erlaubt Beiträge mit bis zu 280 Zeichen und legt einen besonderen Schwerpunkt auf Sicherheits- und Authentifizierungsfeatures.

Bevor Cselle T2 gründete, war er bei Google und Twitter in leitenden Positionen tätig. Sarah Oh hatte zuvor als Führungskraft im Bereich Trust und Safety bei Twitter und Facebook gearbeitet. Die Entwicklung von T2 wurde im November 2022 angekündigt, und im September 2023 wurde die Plattform in Pebble umbenannt.

  • Pebble plant, sowohl menschliche Überprüfung als auch künstliche Intelligenz für die Moderation einzusetzen.
  • Die Plattform hat ein Einladungssystem eingeführt, das es der bestehenden Community von etwa 1.000 Nutzern ermöglicht, ihre Freunde einzuladen.
  • Pebble bietet eine einmalige Überprüfung durch Persona für eine Gebühr von 5 Dollar an, ähnlich wie Twitter.

Pebble ist kostenlos nutzbar.

Update: Pebble hat angekündigt den Betrieb zum 01.11.2023 einzustellen.

Update: Pebble.is ist mittlerweile offline. Einer der Gründer, Gabor Cselle, hat mittlerweile eine Mastodon Instanz unter dem Namen pebble.social erstellt und ist damit jetzt im Fediverse angekommen. Ein User dieser Instanz hat ein Theme für die Instanz erstellt, damit pebble.social so aussieht, wie das ursprüngliche Pebble. Von den 10.000 ehemaligen Pebble-Nutzern sind bisher aber nur ein Bruchteil dorthin umgezogen. Dennoch ist es ein gutes Signal für das Fediverse.

Keine echten Alternativen zu Twitter

Truth Social

Streng genommen ist Truth Social eine stark modifizierte Version von Mastodon. Sie wurde vom ehemaligen US-Präsidenten Trump ins Leben gerufen, nachdem dieser von Twitter gesperrt worden war.

Truth Social positioniert sich politisch sehr weit rechts und ist hauptsächlich für Anhänger von Trump interessant. Außerhalb seiner Anhängerschaft konnte Truth Social nie wirklich an Bedeutung gewinnen, weshalb es keine ernsthafte Alternative zu Twitter darstellt!

Gab und Parler

Gab und Parler positionieren sich sogar noch weiter rechts als Truth Social, weshalb ich auf diese Plattformen hier nicht weiter eingehen werde.

So wechselst du zu einer Twitter Alternative

So wechselst du zu Mastodon

Um zur Twitter-Alternative Mastodon zu wechseln, muss man sich zunächst für eine Instanz entscheiden. Ein späterer Wechsel zu einer anderen Instanz ist allerdings jederzeit möglich!

Twitter Alternative

Die Auswahl an Instanzen bzw. Servern findet man auf joinmastodon.org. Dort kannst du nach Themen und Regionen filtern. Über diese Auswahl gelangt man auf den Anmeldebildschirm der jeweiligen Instanz.

An diesem Punkt gibt man seine E-Mail-Adresse und ein Passwort ein und nach Bestätigung der E-Mail-Adresse kann es in der Regel losgehen.

Einige Instanzen behalten sich jedoch das Recht vor, die Anmeldung vorher zu prüfen. In diesem Fall muss man etwas warten, bis man registriert ist. Diese Vorgehensweise dient dazu, die Instanz vor übermäßigem Spam oder Troll-Accounts zu schützen. Letztlich handelt es sich dabei um eine Maßnahme, von der jeder Nutzer später profitieren kann.

Es ist üblich, nach der Anmeldung einen Beitrag mit dem Hashtag #neuhier zu erstellen und sich kurz vorzustellen. Das ist jedoch nicht verpflichtend!

Sobald der Account erstellt wurde, kann man sich auch einen passenden Mastodon-Client installieren. Es stehen Apps für Android, iOS, Windows, Linux und MacOS zur Verfügung. Mehr zum Thema Mastodon Clients wird es gesondert in einen Blogpost von mir geben.

So wechselst du zu Threads

Um Threads zu nutzen, muss die App für Android oder iOS heruntergeladen werden. Anschließend verbindet sich die App mit Instagram, was am einfachsten funktioniert, wenn die Instagram-App ebenfalls installiert ist. Nach der Registrierung kann man seine Profildaten von Instagram einfach übernehmen oder alles neu eintragen. Das passiert in wenigen Klicks und ist auch einer der größeren Vorteile gegenüber Mastodon.

Bitte beachte, dass Threads derzeit aus der EU nicht genutzt werden kann! Beachtlich ist dann aber, dass Threads innerhalb kürzester Zeit mehr als 100 Millionen Nutzer anziehen konnte, trotz Sperre der Europäischen Union.

Von diesen 100 Mio. sind mittlerweile aber nur noch knapp 10 Mio. regelmäßig aktive Accounts übrig geblieben. Man muss abwarten, wie sich Threads weiter entwickelt.

So wechselst du zu Bluesky

Für Bluesky stehen mittlerweile Apps für iOS und Android zur Verfügung. Um sich zu registrieren, benötigt man allerdings einen Einladungscode. Hierfür sollte eine kurze Google-Suche ausreichen. Alternativ kann man auch in anderen Twitter-Alternativen nach einem solchen Code fragen.

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Twitter Alternative
Twitter Alternative
Twitter Alternative

Twitter Alternative für Unternehmen

Twitter war bei vielen Unternehmen, Firmen, Selbstständigen und Influencer ein Eckstein des Marketings. Dieser bricht mit jeder Änderung am Netzwerk langsam weg. Zum Beispiel beschweren sich viele größere Twitter-Accounts, dass sie nicht mehr so viele Menschen erreichen. Das ließe sich an den Zahlen der Retweets und Likes ablesen.

Aufgrund dessen schauen sich viele gerade nach der passenden Alternative um. Generell lässt sich sagen, dass es die Twitter Alternative nicht gibt. Es gibt diverse Twitter Alternativen die für je nach Zielgruppe besser geeignet ist.

So sind auf Mastodon und generell im Fediverse viele techaffine Menschen, weswegen Techblocks und Firmen aus dem Bereich IT dort gut aufgenommen sind. Aber auch Agenturen haben dort ihren Platz, auch weil viele SEOs sich dort schon eingefunden haben.

Threads ist mainstreamiger, lehnt sich sehr an Twitter an, hat aber viele Nutzer nach dem rasanten Wachstum der ersten Tage wieder verloren. Interessant wird Threads wieder, wenn es die Brücke ins Fediverse schlägt, da man sich dann nicht mehr zwischen Mastodon und Threads entscheiden muss.

Aktuell ist Bluesky gehyped und es treten täglich neue Nutzer bei. Da bleibt aber abzuwarten ob sich das verstetigt oder ob Bluesky langfristig wieder Nutzer verliert.

Für öffentliche Institutionen wie Behörden, Vereine und Organisationen rate ich zu Mastodon. Mastodon bietet die größte Freiheit und die meisten Möglichkeiten. So kann man seine eigene Instanz hosten und ist nicht abhängig von Entwicklungen einer Plattform.

Mit der Entscheidung für Mastodon stärkt man auch den europäischen Social Media Standort. Mastodon kommt aus Deutschland, ist sehr datenschutzfreundlich und sehr gut anpassbar für die eigenen Bedürfnisse. Wenn Threads bald auch mit Mastodon förderiert, erreicht man dann auch Nutzer im Netzwerk von Meta.

Brücken bauen

Viele trauern nach wie vor um das alte Twitter vor der Übernahme durch Musk. Das liegt vorallem daran, dass es unter den Microblogging-Netzwerken eigentlich nur Twitter gab. Hier fand Politik statt, hier wurde der sonntägliche Tatort kommentiert und gefühlt jeder war dort auch erreichbar.

Mit der Übernahme und dem Exodus vieler Twitterer ist die Diaspora auf viele Plattformen verteilt, die alle irgendwie anders sind als Twitter. Dazu kommen neue Nutzer, die vorher lediglich Instagram benutzt haben. So findet Microblogging 2024 mittlerweile auf vier Plattformen statt: Twitter bzw. X, Mastodon (und das Fediverse), Bluesky und Threads.

Damit man die, über die Jahre mühsam aufgebauten, Verbindungen zu anderen Nutzern der Kurznachrichtendienste nicht verliert, gibt es auch eine handvoll Brücken oder bridges.

So lässt sich eine Bridge aufbauen, dass wenn etwas auf einem Mastodon Account gepostet wird, das dann eben auch auf Bluesky landet. Das geht auch auf umgekehrtem Weg.

Threads ist auch im Begriff sich dem Fediverse (also auch Mastodon) anzuschließen. Aktuell befindet sich Integration noch in der Beta-Phase und wird in bestimmten Ländern getestet.

Wahrscheinlich wird es in Zukunft nicht mehr Die eine Plattform geben, auf der alle sind, sondern die Nutzer verteilen sich auf diverse Plattformen. Wenn diese aber untereinander verbunden sind, könnte das auch eine Chance für die Offenheit des sozialen Internets sein!

Fazit Twitter Alternative

Derzeit gibt es diverse Microblogging-Plattformen, die versuchen, Twitter Konkurrenz zu machen. Die Alternativen gewinnen immer dann an Zulauf, wenn Twitter Fehler macht. Ein jüngstes Beispiel dafür ist das komplett sinnfreie Rebranding zu X.

Mastodon ist besonders gut darin, die Unzufriedenheit der Twitter-Nutzer in Neuanmeldungen umzuwandeln. So verzeichnete das Netzwerk nach der Übernahme durch Musk ein rasantes Wachstum. Obwohl Mastodon etwas nerdig wirken mag, ist die Diskussionskultur dort beispiellos hoch: Es finden fachliche Austausche statt und es wird konsequent moderiert.

Trotzdem steht Threads in Bezug auf Wachstum unangefochten an der Spitze und ist der ärgste Verfolger von Twitter. Allerdings nimmt die Nutzung derzeit rapide ab und Threads lässt elementare Funktionen wie beispielsweise Hashtags vermissen. Außerdem ist Threads zurzeit in der EU nicht nutzbar.

Bluesky, Truth Social und Hive sind aktuell aus verschiedenen Gründen keine ernstzunehmenden Alternativen. Bluesky fehlt es an Nutzern und Beiträgen, sodass es eher wie eine Geisterstadt wirkt.

Wer eine echte Alternative zu Twitter sucht, die sich nicht vom Profitstreben leiten lässt, ist bei Mastodon gut aufgehoben. Es gibt eine breite Auswahl an Instanzen, die sich durch verschiedene Themen oder lokale Bezüge voneinander unterscheiden. Wer das nicht ausreichend findet, kann auch eine eigene Single-User-Instanz hosten lassen, was sogar monatlich günstiger ist als Twitter Blue.

FAQ Twitter Alternative

Was ist Microblogging?

Microblogging ist eine Form des Online-Publishings, die es Benutzern ermöglicht, kurze Textnachrichten oder Multimedia-Inhalte zu posten. Diese Beiträge, oft als „Mikroposts“ oder Posts bezeichnet, sind in der Regel auf eine bestimmte Anzahl von Zeichen begrenzt und können Text, Links, kurze Videos, Bilder oder animierte GIFs enthalten.

Twitter ist das bekannteste Beispiel für eine Microblogging-Plattform, aber es gibt auch andere, wie Tumblr und Mastodon. Microblogging hat sich als beliebte Methode zur schnellen und einfachen Kommunikation und Informationsverbreitung im Internet etabliert. Es ermöglicht Benutzern, schnell Updates zu posten und zu teilen, und es ermöglicht auch Echtzeit-Diskussionen und Interaktionen.

Was ist das ActivityPub Protokoll?

Das ActivityPub-Protokoll ist ein offener, dezentralisierter Social-Networking-Standard.

Es ermöglicht Servern, miteinander zu kommunizieren, um Benutzeraktivitäten und -daten über verschiedene Plattformen und Anwendungen hinweg zu teilen und zu aktualisieren.

Das Protokoll ist in zwei Teile unterteilt:

Der ActivityPub-Client-zu-Server-Protokoll: Dies ermöglicht einem Client, Aktivitäten an einen Server zu senden, um sie in einem globalen sozialen Graphen zu veröffentlichen.

Das server-to-server-Protokoll: Dies ermöglicht Servern, Aktivitäten zwischeneinander zu teilen, um einen dezentralisierten sozialen Graphen zu erstellen.

ActivityPub wurde von der World Wide Web Consortium (W3C) als offizieller Standard für dezentrale soziale Netzwerke anerkannt. Es wird von einer Reihe von Social-Media-Plattformen und Anwendungen verwendet, darunter Mastodon, PeerTube und viele andere.

Es ermöglicht Benutzern, Kontrolle über ihre Daten zu haben und gleichzeitig mit anderen auf verschiedenen Plattformen zu interagieren.

Es ist ein wichtiger Teil des föderierten oder dezentralisierten Webs, das darauf abzielt, die Kontrolle über Daten von zentralisierten Plattformen wie Facebook oder Twitter zurück zu den Benutzern zu bringen.

Was ist das AT-Protokoll?

Bluesky arbeitet an der Entwicklung des AT-Protokolls, das als neue Grundlage soziale Netzwerke dienen soll.

Das Ziel dieses Protokolls ist es, den Erstellern von Inhalten Unabhängigkeit von Plattformen zu bieten, Entwicklern die Freiheit zu geben, zu bauen, und den Nutzern eine Wahlmöglichkeit in ihrer Erfahrung zu bieten.

Was ist Nostr?

Nostr ist der Name eines dezentralen, ereignisbasierten Protokolls für P2P-Messaging. Es wurde von einem Bitcoin-Entwickler namens Fiatjaf erstellt.

Nostr (was für „Network of Strings“) ist ein Netzwerkprotokoll, das es ermöglicht, dass verschiedene Knoten (Clients, Server, Relais) Nachrichten austauschen, die als „Ereignisse“ bezeichnet werden.

Jedes Ereignis in Nostr ist eine einfache Nachricht, die von einem bestimmten Knoten erstellt und dann im Netzwerk verteilt wird.

Ereignisse sind unveränderlich und können nicht gelöscht werden. Sie sind auch öffentlich, was bedeutet, dass jeder Knoten im Netzwerk sie sehen kann.

Nostr ist nicht auf eine bestimmte Anwendung beschränkt. Es kann für verschiedene Arten von Anwendungen verwendet werden, einschließlich sozialer Netzwerke, Foren, Chats und mehr.

Es ist auch vollständig dezentralisiert, was bedeutet, dass es keine zentralen Server oder Behörden gibt, die das Netzwerk kontrollieren.

Ist Mastodon die Twitter-Alternative?

Ja, Mastodon wird oft als eine Alternative zu Musks Twitter gesehen. Es handelt sich um eine dezentrale Social-Media-Plattform, die den Nutzern mehr Kontrolle und Anpassungsmöglichkeiten bietet. Im Gegensatz zu Twitter, das zentral verwaltet wird, ermöglicht Mastodon den Nutzern, ihre eigenen Server zu erstellen und zu verwalten. Dieses Merkmal hat es zu einer attraktiven Option für diejenigen gemacht, die nach mehr Unabhängigkeit und Kontrolle in ihrer Online-Kommunikation suchen.

Ist Threads dezentral?

Nein, Threads ist nicht dezentral. Es wird zentral von Meta verwaltet, dem Unternehmen, das auch Facebook besitzt. In Zukunft könnte Threads aber Teil des dezentralen Fediverse werden.

Warum kann man Threads in Deutschland nicht nutzen?

Nutzerinnen und Nutzer aus der EU und auch aus Deutschland haben aktuell keine Möglichkeit Threads zu nutzen. Facebook-Mutterkonzern Meta fürchtet den Rechtsstreit mit der EU über den Digital Markets Act und bietet Threads voerst nicht in der EU an.