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Website bei Bing und Brave indexieren: Warum Google 2026 nicht reicht

Google hat im September 2025 einen kleinen Parameter deaktiviert. Die eigentliche Nachricht: Dein SEO braucht jetzt Bing und Brave. Sonst sieht dich kein LLM mehr.

Benny Windolph, der SEO-Experte von HECHT INS GEFECHT
Benny Windolph
Benny Windolph ist Co-Founder der SEO-Agentur HECHT INS GEFECHT in Bremen. Benny Windolph entwickelt SEO- und GEO-Strategien für E-Commerce-Unternehmen mit Fokus auf Technisches SEO, Semantisches SEO und LLM-Sichtbarkeit.
14 Min

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Im September 2025 hat Google einen URL-Parameter stillgelegt, den die meisten SEOs nie bewusst benutzt haben. &num=100 war der technische Trick, mit dem Rank-Tracker wie SEMrush, Ahrefs oder Sistrix 100 Suchergebnisse in einem einzigen Request abgreifen konnten. Zwischen dem 12. und 14. September hat Google &num=100 endgültig abgeschaltet, und plötzlich waren auch die Zahlen in der Google Search Console komisch.

Eine Analyse von Tyler Gargula (Locomotive Agency) über 319 Properties zeigt die Dimension: 87,7% der Websites verloren Impressionen, 77,6% verloren sichtbare Keywords. Die durchschnittliche Position sieht dadurch sogar besser aus, und die Klicks bleiben stabil. Es fallen nur die Bot-Impressionen aus den hinteren Positionen weg, nicht die Klicks realer Nutzer.

Die erste Reaktion auf den Impressionen-Einbruch ist oft: „Alles halb so wild, war nur ein Reporting-Artefakt.“ Technisch stimmt das. Strategisch ist es aber ein Weckruf, den die wenigsten verstanden haben.

Was &num=100 eigentlich gekillt hat

Der Parameter war ein Effizienz-Hack. Ein Rank-Tracker konnte mit einem einzigen Request sehen, wo eine Domain in den Top 100 für ein Keyword stand. Ohne &num=100 muss dasselbe Tool jetzt 10 Anfragen absetzen, um an dieselben Daten zu kommen. Das heißt: das Zehnfache an Kosten bei gleicher Datenmenge. Was das für den Cost of Retrieval bedeutet, zeigt sich besonders bei großen Keyword-Sets und Enterprise-Setups.

Semrush und Accuranker haben die Auswirkungen bereits öffentlich bestätigt, Search Engine Land hat den Verlauf dokumentiert. Die wichtigere Frage ist aber, warum Google den Parameter gekippt hat.

Zwei Antworten passen zusammen.

Erstens will Google Scraper loswerden. Rank-Tracker belasten die Suche dauerhaft, ohne Anzeigen zu klicken. Mit dem Auffahren von AI Overviews und Infinite Scroll wird das für Google teurer, nicht billiger. &num=100 war der bequemste Weg für Scraper, Daten in Masse billig abzugreifen. Damit war dann Schluss.

Zweitens gibt es ein Problem, über das niemand offen redet: LLM-Anbieter, die Google-Ergebnisse als Trainingsdaten oder Grounding-Quelle genutzt haben, profitierten massiv von &num=100. Google hat mit der Abschaltung zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Die Folge ist ein klares Signal von Google: Dieser Index ist nicht mehr frei abgreifbar. Wer Rankingdaten will, zahlt Google direkt oder bezahlt Drittanbieter, die wiederum Google bezahlen.

Warum Google-Only-Indexing für LLMs nicht reicht

Eine Frage ist damit eigentlich Jahre überfällig: welche LLMs Googles Index überhaupt genutzt haben.

Die ehrliche Antwort: so gut wie keine. Google-Ergebnisse in ein LLM (Large Language Model) zu bekommen war schon vor &num=100 ein Krampf. Jetzt ist es viel teurer und damit eher unrentabel. ChatGPT, Perplexity, Claude und Le Chat holen ihre Web-Daten überall, nur nicht aus dem Google-Index.

Genau da beginnt der Blindspot, den ich bei einem Großteil aller SEO-Setups sehe. Die komplette Indexierungs-Strategie hängt an Google. Teams reichen Sitemaps in der Search Console ein. Neue Seiten landen in der Google Indexing API, falls überhaupt. Microsoft Bing bleibt eine Randerscheinung, Brave, DuckDuckGo und Yandex ignorieren die meisten komplett.

Eine Google-zentrierte Indexierungs-Strategie reicht nicht mehr, wenn der eigene Content für ein LLM sichtbar sein soll. Seit September 2025 ist die Konsequenz nicht mehr theoretisch, sondern sehr gut messbar.

Welcher LLM nutzt welche Suchmaschine

Die wichtigste Übersicht zur Indexierungs-Debatte passt in eine Tabelle: 7 KI-Produkte und ihre Suchquellen für Web-Grounding.

LLM / KI-ProduktSuchquelle für Web-Grounding
ChatGPTMicrosoft Bing (primär) + direkte Publishing-Deals für News, Sport, Finanzen
PerplexityEigener Crawler, eigener Index
Claude (via web_search)Backend nicht offiziell dokumentiert; Community nutzt Brave Search API
GeminiGoogle Search (über Grounding API)
Meta AIMicrosoft Bing
Grok (xAI)X/Twitter-Feed + eigene Real-Time-Quellen
Le Chat (Mistral)Brave Search
LLM-Suchquellen-Mapping: Welcher LLM nutzt welche SuchmaschineLLM-Suchquellen-Mapping ChatGPT Bing Perplexity Eigener Index Claude Brave Gemini Google Meta AI Bing Grok X / Twitter-Feed Le Chat Brave Bing trägt ChatGPT und Meta AI. Brave trägt Claude und Le Chat. Abb. 1 · HECHT INS GEFECHT

Bing trägt also 2 große KI-Produkte: ChatGPT und Meta AI. Das sind zusammen Hunderte Millionen Nutzer pro Monat. Wer in Bing nicht drin ist, ist für diesen Teil der LLM-Landschaft schwerer auffindbar. OpenAI bestätigt die Bing-Integration im eigenen Help Center. Im ChatGPT-Search-Announcement selbst ist nur von „third-party search providers“ die Rede.

Brave Search trägt 2 KI-Systeme, die deutlich technischere Nutzer anziehen. Claude über die offizielle Anthropic web_search Tool-API und Le Chat von Mistral. Das Backend des web_search-Tools dokumentiert Anthropic nicht offiziell. Community-Integrationen nutzen die Brave Search API, das Anthropic Help Center nennt für Image Search allerdings Bing. Brave ist kein Hipster-Projekt, Brave ist eine echte Anlaufstelle für den technischen B2B-Markt.

Eine Detailinfo wird im Alltag gerne unterschlagen: Laut einer Semrush-Analyse von 80 Millionen ChatGPT-Queries triggern nur rund 46% der Anfragen überhaupt eine Live-Websuche. Bei den anderen 54% antwortet das Modell aus Trainingsdaten. Wie ChatGPT Quellen auswählt und gewichtet, hat eigene Regeln, die mit klassischer Suchmaschinen-Indexierung nur zum Teil zusammenhängen. Wer sein Material nicht in die Trainingscorpora bekommt (Common Crawl, Webarchivierung, Publisher-Deals), bleibt generell unsichtbar, auch wenn Bing ihn perfekt indexiert hat.

Drei Indexe, drei Wege

Gehen wir durch, wie eine Seite in den 3 Systemen konkret sichtbar wird. Google setzt auf ein offizielles, aber stark eingeschränktes System. Bing bietet die offenste Indexierungs-Infrastruktur im westlichen Web. Brave ist ein Sonderfall: kein Push-Weg, aber mit Hintertür via Bing.

Drei Indexe, drei Wege: Google, Bing und Brave im VergleichDrei Indexe, drei Wege 1 Google Sitemap über die Google Search Console Indexing API nur für Jobs und Livestreams Paid Indexer als inoffizieller Umweg 2 Bing IndexNow: offener Push-Standard, kostenlos SubmitUrlBatch-API: 10.000 URLs pro Tag Setup in rund zehn Minuten erledigt 3 Brave Keine Indexing-API, kein IndexNow Web Discovery Project nur via Browser Hintertür: wer in Bing ist, ist auch in Brave Eine saubere Indexierungs-Strategie deckt alle drei Systeme ab. Abb. 2 · HECHT INS GEFECHT

Google

Die klassischen Wege kennt jeder: XML-Sitemap in der Search Console einreichen, crawlbare interne Verlinkung, saubere Canonicals. Googles offizielle Indexing API ist auf zwei Content-Typen beschränkt, Jobpostings und Livestreams. Für alles andere verweigert Google den Zugriff offiziell. Inoffiziell klappt es aber natürlich, darüber auch beliebige andere URLs einzureichen.

In der Praxis gibt es Paid Indexer. Die Dienste melden URLs über andere Kanäle an Google und erreichen damit in der Regel höhere Erfolgsquoten als das bloße Einreichen einer Sitemap. Ob sich das lohnt, ist eine Kosten-Nutzen-Entscheidung. Für eine junge Seite mit 20 wichtigen URLs kann es sich rechnen, für einen Shop mit 10.000 URLs eher nicht.

Bing

Bing ist technisch am offensichtlichsten. IndexNow ist der offene Push-Standard, den Microsoft, Yandex, Seznam und weitere Suchmaschinen gemeinsam unterstützen. Ein HTTP-Request schickt eine Liste von URLs mit einem API-Key an einen Endpoint, und die Suchmaschinen holen sich die Inhalte selbst. Der Standard ist kostenlos.

Zusätzlich bieten die Bing Webmaster Tools eine eigene API namens SubmitUrlBatch mit einem Kontingent von 10.000 URLs pro Tag pro Domain. Die Einrichtung dauert 10 Minuten. Wer Bing noch nicht als Indexierungs-Kanal nutzt, lässt hier was liegen.

Brave Search

Hier wird es interessant. Brave hat keinen Push-Mechanismus. Es gibt keine öffentliche Indexing-API, IndexNow wird nicht unterstützt, und das Web Discovery Project (der Brave-eigene Crawler-Mechanismus) arbeitet nur aus echten Brave-Browser-Sessions heraus. Content aktiv an Brave zu liefern ist schlicht nicht möglich.

Brave Search hat aber eine Hintertür. Der Brave-Index ist ein Hybrid: Ein Teil kommt aus dem Web Discovery Project, einen großen Teil lädt Brave direkt aus Bing nach. In der Praxis heißt das: Eine Seite landet mit wenigen Tagen Verzögerung auch in der Brave Search API, sobald Bing sie sauber erfasst hat. Und damit in Claude und Le Chat.

Letztlich steckt darin eine wichtige Erkenntnis: Bing-Indexierung ist Brave-Indexierung. Claude-Sichtbarkeit ist Bing-Sichtbarkeit.

Die Brave-Kaskade: Von eigener URL über Bing zu Claude und Le ChatDie Brave-Kaskade Deine URL Bing-Index Push über IndexNow oder SubmitUrlBatch-API wenige Tage Verzug Brave-Index Hybrid-Index lädt Bing nach (Web Discovery + Bing) Claude & Le Chat nutzen die Brave Search API Bing-Indexierung ist Brave-Indexierung ist Claude-Sichtbarkeit. Abb. 3 · HECHT INS GEFECHT

Der Citation-Check als Audit-Tool

Bei einigen unserer Kunden haben wir in den letzten Wochen einen systematischen Check gemacht: welche Brand-Citations (Pressemeldungen, Verzeichnis-Einträge, Profilseiten, Partner-Listings) in welcher Suchmaschine indexiert sind. Gleicher URL-Satz, 5 Suchmaschinen: Google, Bing, Brave, Yandex, DuckDuckGo.

Der Befund war über alle geprüften Brands hinweg erschreckend einheitlich. Marken, die über Jahre in Google sauber aufgebaut waren, hatten in Bing und Brave deutliche Lücken. Mal fehlte eine Trustpilot-Seite, mal ein Branchenverzeichnis, mal ein Partner-Listing, mal eine LinkedIn-Company-Page. Zwischen 20 und 40% der Citations waren nur in einer oder zwei Suchmaschinen indexiert, nicht in allen fünf.

Die Konsequenz: Wer eine Brand in LLMs stark machen will, arbeitet nicht mehr nach dem Prinzip „Hauptsache in Google“. Eine Citation, eine Mention, eine externe Referenz, die nur in einem einzigen Index auftaucht, sollte in allen relevanten Suchmaschinen indexiert sein. Sonst zitiert Claude eine andere Quelle, weil deine in Brave fehlt, obwohl sie in Google auf Seite 1 steht.

Vier Schritte für mehr Sichtbarkeit in LLMs durch gezielte Indexierung

Vier Schritte für bessere LLM-Sichtbarkeit durch gezielte IndexierungVier Schritte zur LLM-Sichtbarkeit 1 IndexNow einbauen Fertige Pakete für WordPress, Shopify, Shopware Jede neue URL meldet sich automatisch an Bing 2 Bing Webmaster Tools einrichten GSC-Daten importieren, Sitemap einreichen 20 Minuten Setup, kostenlos, hoher ROI 3 Citation-Audit über mehrere Suchmaschinen Brand-URLs per site:-Query oder SERP-API prüfen Läuft heute direkt aus Claude Code oder Codex 4 Indexierungs-Strategie umsetzen Fehlende URLs über Indexer oder interne Links schubsen Brave-Index via Browsernutzung anstoßen Bing und Brave sind die Grundlage für LLM-Sichtbarkeit. Abb. 4 · HECHT INS GEFECHT
  1. IndexNow einbauen. Der größte Hebel mit dem geringsten Aufwand. Für WordPress, Shopify, Shopware und die meisten Headless-Setups gibt es fertige Pakete. Jede neue URL, jede Content-Änderung wird automatisch an Bing gemeldet (und damit mittelbar an Brave).
  2. Bing Webmaster Tools einrichten. Schnellster Sichtbarkeits-Boost in Bing überhaupt. Daten direkt aus der Google Search Console importieren, Sitemap einreichen, Crawl-Verhalten wöchentlich prüfen. Kostenlos, 20 Minuten Setup: ein Fire-and-Forget-Move mit hohem ROI (Return on Investment).
  3. Citation-Audit über 5 Suchmaschinen. Sammle die wichtigsten Brand-URLs (Pressemeldungen, Profile, Verzeichnisse, eigene Landingpages) und prüfe per site:-Query oder über eine SERP-API, wo sie indexiert sind. Das habe ich früher manuell in den einzelnen Suchmaschinen gemacht. Mittlerweile geht das über die Such-APIs direkt in Claude Code oder Codex.
  4. Indexierungs-Strategie: Die Brand-URLs aus dem Citation-Audit müssen jetzt nur noch in den jeweiligen Suchmaschinen-Index. Da helfen Indexer-Dienste oder das Verlinken auf der eigenen Seite, die dann wiederum bei Google und Bing zur Indexierung eingereicht wird. Deren Crawler folgen den Links und finden die bisher unerschlossenen URLs. Bei Brave lohnt das Nutzen des Brave Browsers inklusive der Brave Search. Ab und zu ein paar eigene Profile im Internet aufrufen und diese werden zügig in den Brave Search Index aufgenommen.

Google allein reicht nicht mehr

Die &num=100-Entfernung war kein Reporting-Bug, sondern ein Richtungswechsel. Google macht den eigenen Index teurer, schlechter abgreifbar und stärker auf zahlende Nutzer zugeschnitten. Eine Suchlandschaft, die sich gerade radikal umbaut: mit AI Overviews, Infinite Scroll und eigenen LLM-Features direkt in der Suchergebnisseite (SERP).

Für SEO heißt das mittlerweile ganz praktisch: Wer Inhalte für die neue Generation von Suchschnittstellen sichtbar machen will, nimmt Bing und Brave ernst. Das ist die Grundlage für LLM-Sichtbarkeit, keine Spielerei. Der Mehraufwand bleibt überschaubar, sobald die Indexierung einmal sauber aufgesetzt ist.

Der Gedanke bleibt letztlich derselbe, den gutes technisches SEO immer verfolgt hat. Mach Inhalte für die Suchmaschinen und LLMs auffindbar, die deine Zielgruppe benutzt.

Wie deine Brand in Bing, Brave und Google aufgestellt ist, schauen wir uns im SEO-Audit konkret an, inklusive Citation-Gap über alle relevanten Suchmaschinen.

Häufige Fragen zur Indexierung für LLMs

Wie lange dauert die Indexierung bei Google?

Die Google-Indexierung dauert je nach Domain-Autorität und Crawl-Budget zwischen einigen Stunden und mehreren Wochen. Neue Seiten auf etablierten Domains werden oft innerhalb von 24 bis 48 Stunden gecrawlt. Seiten, die in der robots.txt blockiert sind oder ein noindex-Tag tragen, werden gar nicht indexiert. Bei Bing und Brave kannst du die Indexierung über IndexNow aktiv beschleunigen, bei Google wartest du auf den Crawler.

Was ist der &num=100-Parameter und warum hat Google ihn entfernt?

&num=100 war ein URL-Parameter in der Google-Suche, der bis zu 100 Ergebnisse pro Seite ausgeliefert hat statt der üblichen 10. Rank-Tracker haben den Parameter genutzt, um Suchrankings effizient zu erfassen. Zwischen dem 12. und 14. September 2025 hat Google die Unterstützung deaktiviert. Die offizielle Begründung fehlt bis heute. Plausibel sind zwei Motive: Scraper erschweren und LLM-Anbieter vom günstigen Google-Datenabgriff abschneiden.

Warum sind meine Google-Search-Console-Impressionen seit September 2025 eingebrochen?

Der Einbruch liegt an der &num=100-Entfernung. Rank-Tracker haben bei jedem Scrape Impressionen auf tiefen Positionen (50 bis 100) ausgelöst, die nie von echten Nutzern gesehen wurden. Die Bot-Impressionen fallen jetzt weg. Die tatsächliche Sichtbarkeit einer Seite ist nicht gesunken. Die Zahlen sind nur ehrlicher geworden. 87,7% der untersuchten Websites waren in der Locomotive-Analyse betroffen.

Welche Suchmaschine nutzt ChatGPT für die Websuche?

ChatGPT Search nutzt primär Microsoft Bing als Index. Für ausgewählte Kategorien (News, Sport, Finanzdaten) bezieht OpenAI zusätzlich Inhalte aus direkten Publishing-Deals. Nur etwa 46% der ChatGPT-Anfragen triggern überhaupt eine Live-Websuche. Die restlichen 54% beantwortet das Modell aus dem Trainingskorpus.

Wie kann ich URLs bei Bing indexieren lassen?

In den Bing-Index führen 2 Wege. IndexNow ist der offene Push-Standard, der mit einem einfachen HTTP-Request URLs an Bing, Yandex und weitere Suchmaschinen meldet. Zusätzlich bieten die Bing Webmaster Tools die SubmitUrlBatch-API mit einem Kontingent von 10.000 URLs pro Tag pro Domain. Beide Wege sind kostenlos und in 10 bis 20 Minuten eingerichtet.

Wie bekomme ich meine Seite in Brave Search?

Brave Search hat keine eigene Indexing-API und unterstützt IndexNow nicht. Der Brave-Index ist aber ein Hybrid aus dem eigenen Web Discovery Project und dem Bing-Index. In der Praxis heißt das: Wer sauber in Bing indexiert ist, landet mit wenigen Tagen Verzögerung auch in Brave Search. Claude und Le Chat greifen bei Web-Anfragen genau auf diese Ergebnisse zu.

Welcher LLM nutzt welche Suchquelle?

ChatGPT und Meta AI nutzen Bing. Claude und Le Chat nutzen Brave Search. Perplexity hat einen eigenen Crawler und einen eigenen Index. Gemini nutzt Google Search. Grok nutzt den X/Twitter-Feed plus eigene Real-Time-Quellen. Daraus folgt: Wer in LLMs sichtbar sein will, braucht saubere Indexierung bei mindestens Bing und Google. Idealerweise kommt Crawl-Zugang bei Perplexity über gute interne Verlinkung und hohe Content-Qualität dazu.

Quellen