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title: "Website bei Bing und Brave indexieren: Warum Google 2026 nicht reicht"
description: "Seit September 2025 ist Google-Only-Indexing keine Strategie mehr. Warum du jetzt in jeder Suchmaschine sichtbar sein musst, auch für LLMs."
url: https://hechtinsgefecht.de/indexierung-llm-sichtbarkeit/
date_published: 2026-04-24
date_modified: 2026-07-18
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# Website bei Bing und Brave indexieren: Warum Google 2026 nicht reicht

Im September 2025 hat Google einen URL-Parameter stillgelegt, den die meisten SEOs nie bewusst benutzt haben. `&num=100` war der technische Trick, mit dem Rank-Tracker wie SEMrush, Ahrefs oder Sistrix 100 Suchergebnisse in einem einzigen Request abgreifen konnten. Zwischen dem 12. und 14. September hat Google `&num=100` endgültig abgeschaltet, und plötzlich waren auch die [Zahlen in der Google Search Console](https://hechtinsgefecht.de/ki-prompts-search-console/) komisch.

Eine [Analyse von Tyler Gargula (Locomotive Agency)](https://locomotive.agency/blog/google-removes-num100-parameter-what-this-means-for-your-website/) über 319 Properties zeigt die Dimension: 87,7% der Websites verloren Impressionen, 77,6% verloren sichtbare Keywords. Die durchschnittliche Position sieht dadurch sogar besser aus, und die Klicks bleiben stabil. Es fallen nur die Bot-Impressionen aus den hinteren Positionen weg, nicht die Klicks realer Nutzer.

Die erste Reaktion auf den Impressionen-Einbruch ist oft: „Alles halb so wild, war nur ein Reporting-Artefakt.“ Technisch stimmt das. Strategisch ist es aber ein Weckruf, den die wenigsten verstanden haben.

## Inhalt

1. [Was &num=100 eigentlich gekillt hat](#was-num100-eigentlich-getotet-hat)
2. [Warum Google-Only-Indexing für LLMs nicht reicht](#warum-google-only-indexing-fur-llms-nicht-reicht)
3. [Welcher LLM nutzt welche Suchmaschine](#welcher-llm-nutzt-welche-suchmaschine)
4. [Drei Indexe, drei Wege](#drei-indexe-drei-wege)
5. [Der Citation-Check als Audit-Tool](#der-citation-check-als-audit-tool)
6. [Vier Schritte für mehr Sichtbarkeit in LLMs durch gezielte Indexierung](#vier-schritte-die-du-jetzt-machen-solltest)
7. [Google allein reicht nicht mehr](#google-allein-reicht-nicht-mehr)
8. [Häufige Fragen zur Indexierung für LLMs](#haufige-fragen-zur-indexierung-fur-ll-ms)
9. [Quellen](#quellen)

## Was &num=100 eigentlich gekillt hat

Der Parameter war ein Effizienz-Hack. Ein Rank-Tracker konnte mit einem einzigen Request sehen, wo eine Domain in den Top 100 für ein Keyword stand. Ohne `&num=100` muss dasselbe Tool jetzt 10 Anfragen absetzen, um an dieselben Daten zu kommen. Das heißt: das Zehnfache an Kosten bei gleicher Datenmenge. Was das für den [Cost of Retrieval](https://hechtinsgefecht.de/cost-of-retrieval/) bedeutet, zeigt sich besonders bei großen Keyword-Sets und Enterprise-Setups.

Semrush und Accuranker haben die Auswirkungen bereits öffentlich bestätigt, [Search Engine Land](https://searchengineland.com/google-num100-impact-data-462231) hat den Verlauf dokumentiert. Die wichtigere Frage ist aber, warum Google den Parameter gekippt hat.

Zwei Antworten passen zusammen.

Erstens will Google Scraper loswerden. Rank-Tracker belasten die Suche dauerhaft, ohne Anzeigen zu klicken. Mit dem Auffahren von AI Overviews und Infinite Scroll wird das für Google teurer, nicht billiger. `&num=100` war der bequemste Weg für Scraper, Daten in Masse billig abzugreifen. Damit war dann Schluss.

Zweitens gibt es ein Problem, über das niemand offen redet: LLM-Anbieter, die Google-Ergebnisse als Trainingsdaten oder Grounding-Quelle genutzt haben, profitierten massiv von `&num=100`. Google hat mit der Abschaltung zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Die Folge ist ein klares Signal von Google: Dieser Index ist nicht mehr frei abgreifbar. Wer Rankingdaten will, zahlt Google direkt oder bezahlt Drittanbieter, die wiederum Google bezahlen.

## Warum Google-Only-Indexing für LLMs nicht reicht

Eine Frage ist damit eigentlich Jahre überfällig: welche LLMs Googles Index überhaupt genutzt haben.

Die ehrliche Antwort: so gut wie keine. Google-Ergebnisse in ein LLM (Large Language Model) zu bekommen war schon vor `&num=100` ein Krampf. Jetzt ist es viel teurer und damit eher unrentabel. ChatGPT, Perplexity, Claude und Le Chat holen ihre Web-Daten überall, nur nicht aus dem Google-Index.

Genau da beginnt der Blindspot, den ich bei einem Großteil aller SEO-Setups sehe. Die komplette Indexierungs-Strategie hängt an Google. Teams reichen Sitemaps in der Search Console ein. Neue Seiten landen in der Google Indexing API, falls überhaupt. Microsoft Bing bleibt eine Randerscheinung, Brave, DuckDuckGo und Yandex ignorieren die meisten komplett.

Eine Google-zentrierte Indexierungs-Strategie reicht nicht mehr, wenn der eigene Content für ein LLM sichtbar sein soll. Seit September 2025 ist die Konsequenz nicht mehr theoretisch, sondern sehr gut messbar.

## Welcher LLM nutzt welche Suchmaschine

Die wichtigste Übersicht zur Indexierungs-Debatte passt in eine Tabelle: 7 KI-Produkte und ihre Suchquellen für Web-Grounding.

| LLM / KI-Produkt | Suchquelle für Web-Grounding |
| --- | --- |
| ChatGPT | Microsoft Bing (primär) + direkte Publishing-Deals für News, Sport, Finanzen |
| Perplexity | Eigener Crawler, eigener Index |
| Claude (via web\_search) | Backend nicht offiziell dokumentiert; Community nutzt Brave Search API |
| Gemini | Google Search (über Grounding API) |
| Meta AI | Microsoft Bing |
| Grok (xAI) | X/Twitter-Feed + eigene Real-Time-Quellen |
| Le Chat (Mistral) | Brave Search |

LLM-Suchquellen-Mapping: Welcher LLM nutzt welche Suchmaschine

LLM-Suchquellen-Mapping

ChatGPT

Bing

Perplexity

Eigener Index

Claude

Brave

Gemini

Google

Meta AI

Bing

Grok

X / Twitter-Feed

Le Chat

Brave

Bing trägt ChatGPT und Meta AI. Brave trägt Claude und Le Chat.

Abb. 1 · HECHT INS GEFECHT

Bing trägt also 2 große KI-Produkte: ChatGPT und Meta AI. Das sind zusammen Hunderte Millionen Nutzer pro Monat. Wer in Bing nicht drin ist, ist für diesen Teil der LLM-Landschaft schwerer auffindbar. OpenAI [bestätigt die Bing-Integration im eigenen Help Center](https://help.openai.com/en/articles/9237897-chatgpt-search). Im [ChatGPT-Search-Announcement](https://openai.com/index/introducing-chatgpt-search/) selbst ist nur von „third-party search providers“ die Rede.

Brave Search trägt 2 KI-Systeme, die deutlich technischere Nutzer anziehen. Claude über die offizielle [Anthropic web\_search Tool-API](https://docs.anthropic.com/en/docs/agents-and-tools/tool-use/web-search-tool) und Le Chat von Mistral. Das Backend des web\_search-Tools dokumentiert Anthropic nicht offiziell. Community-Integrationen nutzen die Brave Search API, das Anthropic Help Center nennt für Image Search allerdings Bing. Brave ist kein Hipster-Projekt, Brave ist eine echte Anlaufstelle für den technischen B2B-Markt.

Eine Detailinfo wird im Alltag gerne unterschlagen: Laut einer Semrush-Analyse von 80 Millionen ChatGPT-Queries triggern nur rund 46% der Anfragen überhaupt eine Live-Websuche. Bei den anderen 54% antwortet das Modell aus Trainingsdaten. Und wenn die Live-Suche greift, muss der [Abruf durch den ChatGPT-Crawler](https://hechtinsgefecht.de/chatgpt-crawler-bug/) technisch erst einmal gelingen. Wie [ChatGPT Quellen auswählt](https://hechtinsgefecht.de/chatgpt-seo/) und gewichtet, hat eigene Regeln, die mit klassischer Suchmaschinen-Indexierung nur zum Teil zusammenhängen. Wer sein Material nicht in die Trainingscorpora bekommt (Common Crawl, Webarchivierung, Publisher-Deals), bleibt generell unsichtbar, auch wenn Bing ihn perfekt indexiert hat.

## Drei Indexe, drei Wege

Gehen wir durch, wie eine Seite in den 3 Systemen konkret sichtbar wird. Google setzt auf ein offizielles, aber stark eingeschränktes System. Bing bietet die offenste Indexierungs-Infrastruktur im westlichen Web. Brave hat ein öffentliches Submit-Formular, dazu einen zweiten Weg über den Bing-Index.

Drei Indexe, drei Wege: Google, Bing und Brave im Vergleich

Drei Indexe, drei Wege

1
Google
Sitemap über die Google Search Console
Indexing API nur für Jobs und Livestreams
Paid Indexer als inoffizieller Umweg

2
Bing
IndexNow: offener Push-Standard, kostenlos
SubmitUrlBatch-API: 10.000 URLs pro Tag
Setup in rund zehn Minuten erledigt

3
Brave
Keine Indexing-API, kein IndexNow
Web Discovery Project nur via Browser
Hintertür: wer in Bing ist, ist auch in Brave

Eine saubere Indexierungs-Strategie deckt alle drei Systeme ab.

Abb. 2 · HECHT INS GEFECHT

### Google

Die klassischen Wege kennt jeder: XML-Sitemap in der Search Console einreichen, crawlbare interne Verlinkung, saubere Canonicals. Googles [offizielle Indexing API](https://developers.google.com/search/apis/indexing-api/v3/quickstart) ist auf zwei Content-Typen beschränkt, Jobpostings und Livestreams. Für alles andere verweigert Google den Zugriff offiziell. Inoffiziell klappt es aber natürlich, darüber auch beliebige andere URLs einzureichen.

In der Praxis gibt es Paid Indexer. Die Dienste melden URLs über andere Kanäle an Google und erreichen damit in der Regel höhere Erfolgsquoten als das bloße Einreichen einer Sitemap. Ob sich das lohnt, ist eine Kosten-Nutzen-Entscheidung. Für eine junge Seite mit 20 wichtigen URLs kann es sich rechnen, für einen [Shop mit 10.000 URLs](https://hechtinsgefecht.de/onlineshop-seo/) eher nicht.

### Bing

Bing ist technisch am offensichtlichsten. [IndexNow](https://www.indexnow.org/) ist der offene Push-Standard, den Microsoft, Yandex, Seznam und weitere Suchmaschinen gemeinsam unterstützen. Ein HTTP-Request schickt eine Liste von URLs mit einem API-Key an einen Endpoint, und die Suchmaschinen holen sich die Inhalte selbst. Der Standard ist kostenlos.

Wie schnell das greift, habe ich beim SEO-Contest 2026 auf einer brandneuen Domain gemessen: Bingbot rief die Website 60 Sekunden nach dem IndexNow-Ping ab, Googlebot kam nach rund einer Stunde, der erste organische Google-Klick noch am Launch-Abend um 20:14 Uhr. ClaudeBot pollte ab Tag 1 alle 2 Stunden robots.txt und Sitemap, GPTBot fehlte am ersten Tag komplett. Das aktive Pingen bei jedem Update war dabei eine bewusste Kampagnen-Ausnahme für die frische Domain, für etablierte Websites gilt weiter: Updates nicht erneut einreichen. Das komplette Tag-1-Protokoll steht im Beitrag zur [Google Sandbox](https://hechtinsgefecht.de/google-sandbox/).

Zusätzlich bieten die [Bing Webmaster Tools](https://www.bing.com/webmasters) eine eigene API namens SubmitUrlBatch mit einem Kontingent von 10.000 URLs pro Tag pro Domain. Die Einrichtung dauert 10 Minuten. Wer Bing noch nicht als Indexierungs-Kanal nutzt, lässt hier was liegen.

### Brave Search

Hier hat sich etwas bewegt, allerdings sehr leise. Brave betreibt unter [search.brave.com/submit-url](https://search.brave.com/submit-url) ein öffentliches Formular, in das sich einzelne URLs eintragen lassen. Kein Account, keine Domain-Verifizierung, kein Webmaster-Tools-Zugang.

Angekündigt hat Brave das nie. Es gibt keinen Blogpost dazu, keinen Eintrag in den Release Notes und keine Hilfeseite, die das Formular erklärt. In Community-Threads taucht der Link seit Anfang 2025 auf, die großen SEO-Fachmedien haben ihn bis heute nicht aufgegriffen.

Wichtig ist, was Brave dem Formular zuschreibt. Der Feldtext lautet *Insert the URL to be re-fetched*, und die Brave-Hilfeseiten beschreiben das Werkzeug ausschließlich für bereits bekannte Seiten: erneutes Crawlen nach einem entfernten noindex, Meldung toter Links, Aktualisierung geänderter Inhalte. Dass komplett unbekannte URLs darüber neu in den Index kommen, sagt Brave nirgends zu. Wer das Gegenteil behauptet, belegt es nicht.

Wir haben es gemessen, statt zu spekulieren. Zwischen dem 18. und 20. Juli 2026 haben wir 216 URLs über das Formular eingereicht, verteilt auf 88 Domains: eigene Seiten, Kundenprojekte, Verzeichnis- und Profileinträge. Für 205 davon war vorher gemessen und belegt, dass sie nicht im Brave-Index lagen. Sieben Tage später sind 8 davon drin. Das sind 3,9 Prozent. 78 der 88 Domains hatten keinen einzigen Treffer, darunter ganze Blöcke von 20 bis 30 Kernseiten am Stück.

Ein Beweis ist das nicht, und zwar in beide Richtungen nicht. Es gab keine Kontrollgruppe, und Brave lädt ohnehin laufend aus dem Bing-Index nach. Die 8 Treffer können also auch ohne unser Zutun gekommen sein. Was die Messung liefert, ist eine Obergrenze: Mehr als 4 Prozent kann das Formular in diesem Zeitraum nicht bewirkt haben. Zwischen Tag vier und Tag sieben kam keine einzige URL mehr dazu. Wer seine Brave-Sichtbarkeit auf dieses Formular baut, plant mit einer Zahl, die sich nicht bestätigen lässt.

Eine Indexing-API im Sinne von Google oder Bing ist das Formular also nicht. IndexNow unterstützt Brave weiterhin nicht, und das Web Discovery Project (der Brave-eigene Crawler-Mechanismus) arbeitet nach wie vor aus echten Brave-Browser-Sessions heraus. Der Weg, eine einzelne URL aktiv anzustoßen, existiert aber, und bis vor Kurzem war das anders.

Daneben bleibt der zweite Weg bestehen. Der Brave-Index ist ein Hybrid: Ein Teil kommt aus dem Web Discovery Project, einen großen Teil lädt Brave direkt aus Bing nach. In der Praxis heißt das: Eine Seite landet mit wenigen Tagen Verzögerung auch in der [Brave Search API](https://brave.com/search/api/), sobald Bing sie sauber erfasst hat. Und damit in Claude und Le Chat.

Letztlich steckt darin eine wichtige Erkenntnis: Bing-Indexierung ist Brave-Indexierung. Claude-Sichtbarkeit ist Bing-Sichtbarkeit.

Die Brave-Kaskade: Von eigener URL über Bing zu Claude und Le Chat

Die Brave-Kaskade

Deine URL

Bing-Index
Push über IndexNow oder SubmitUrlBatch-API

wenige Tage Verzug

Brave-Index
Hybrid-Index lädt Bing nach (Web Discovery + Bing)

Claude & Le Chat
nutzen die Brave Search API

Bing-Indexierung ist Brave-Indexierung ist Claude-Sichtbarkeit.

Abb. 3 · HECHT INS GEFECHT

## Der Citation-Check als Audit-Tool

Bei einigen unserer Kunden haben wir in den letzten Wochen einen systematischen Check gemacht: welche [Brand-Citations](https://hechtinsgefecht.de/brand-mentions-statt-backlinks/) (Pressemeldungen, Verzeichnis-Einträge, Profilseiten, Partner-Listings) in welcher Suchmaschine indexiert sind. Gleicher URL-Satz, 5 Suchmaschinen: Google, Bing, Brave, Yandex, DuckDuckGo.

Der Befund war über alle geprüften Brands hinweg erschreckend einheitlich. Marken, die über Jahre in Google sauber aufgebaut waren, hatten in Bing und Brave deutliche Lücken. Mal fehlte eine Trustpilot-Seite, mal ein Branchenverzeichnis, mal ein Partner-Listing, mal eine LinkedIn-Company-Page. Zwischen 20 und 40% der Citations waren nur in einer oder zwei Suchmaschinen indexiert, nicht in allen fünf.

Die Konsequenz: Wer eine Brand in LLMs stark machen will, arbeitet nicht mehr nach dem Prinzip „Hauptsache in Google“. Eine Citation, eine Mention, eine externe Referenz, die nur in einem einzigen Index auftaucht, sollte in allen relevanten Suchmaschinen indexiert sein. Sonst zitiert Claude eine andere Quelle, weil deine in Brave fehlt, obwohl sie in Google auf Seite 1 steht.

## Vier Schritte für mehr Sichtbarkeit in LLMs durch gezielte Indexierung

Vier Schritte für bessere LLM-Sichtbarkeit durch gezielte Indexierung

Vier Schritte zur LLM-Sichtbarkeit

1
IndexNow einbauen
Fertige Pakete für WordPress, Shopify, Shopware
Jede neue URL meldet sich automatisch an Bing

2
Bing Webmaster Tools einrichten
GSC-Daten importieren, Sitemap einreichen
20 Minuten Setup, kostenlos, hoher ROI

3
Citation-Audit über mehrere Suchmaschinen
Brand-URLs per site:-Query oder SERP-API prüfen
Läuft heute direkt aus Claude Code oder Codex

4
Indexierungs-Strategie umsetzen
Fehlende URLs über Indexer oder interne Links schubsen
Fehlende URLs bei Brave per Formular einreichen

Bing und Brave sind die Grundlage für LLM-Sichtbarkeit.

Abb. 4 · HECHT INS GEFECHT

1. **IndexNow einbauen.** Der größte Hebel mit dem geringsten Aufwand. Für WordPress, Shopify, Shopware und die meisten Headless-Setups gibt es fertige Pakete. Jede neue URL, jede Content-Änderung wird automatisch an Bing gemeldet (und damit mittelbar an Brave).
2. **Bing Webmaster Tools einrichten.** Schnellster Sichtbarkeits-Boost in Bing überhaupt. Daten direkt aus der Google Search Console importieren, Sitemap einreichen, Crawl-Verhalten wöchentlich prüfen. Kostenlos, 20 Minuten Setup: ein Fire-and-Forget-Move mit hohem ROI (Return on Investment).
3. **Citation-Audit über 5 Suchmaschinen.** Sammle die wichtigsten Brand-URLs (Pressemeldungen, Profile, Verzeichnisse, eigene Landingpages) und prüfe per site:-Query oder über eine SERP-API, wo sie indexiert sind. Das habe ich früher manuell in den einzelnen Suchmaschinen gemacht. Mittlerweile geht das über die Such-APIs direkt in Claude Code oder Codex.
4. **Indexierungs-Strategie**: Die Brand-URLs aus dem Citation-Audit müssen jetzt nur noch in den jeweiligen Suchmaschinen-Index. Da helfen Indexer-Dienste oder das Verlinken auf der eigenen Seite, die dann wiederum bei Google und Bing zur Indexierung eingereicht wird. Deren Crawler folgen den Links und finden die bisher unerschlossenen URLs. Bei Brave gehst du über das Formular unter [search.brave.com/submit-url](https://search.brave.com/submit-url), auch wenn Brave dafür offiziell nur den Re-Crawl bekannter Seiten zusagt. Zusätzlich hilft die eigene Nutzung des Brave Browsers: Wer eigene Profile ab und zu selbst aufruft, füttert das Web Discovery Project.

## Google allein reicht nicht mehr

Die `&num=100`-Entfernung war kein Reporting-Bug, sondern ein Richtungswechsel. Google macht den eigenen Index teurer, schlechter abgreifbar und stärker auf zahlende Nutzer zugeschnitten. Eine Suchlandschaft, die sich gerade radikal umbaut: mit AI Overviews, Infinite Scroll und eigenen LLM-Features direkt in der Suchergebnisseite (SERP).

Für SEO heißt das mittlerweile ganz praktisch: Wer Inhalte für die neue Generation von Suchschnittstellen sichtbar machen will, nimmt Bing und Brave ernst. Das ist die Grundlage für [LLM-Sichtbarkeit](https://hechtinsgefecht.de/llm-sichtbarkeit/), keine Spielerei. Der Mehraufwand bleibt überschaubar, sobald die Indexierung einmal sauber aufgesetzt ist.

Der Gedanke bleibt letztlich derselbe, den gutes technisches SEO immer verfolgt hat. Mach Inhalte für die Suchmaschinen und LLMs auffindbar, die deine Zielgruppe benutzt.

Wie deine Brand in Bing, Brave und Google aufgestellt ist, schauen wir uns im [SEO-Audit](https://hechtinsgefecht.de/seo-audit/) konkret an, inklusive Citation-Gap über alle relevanten Suchmaschinen.

## Häufige Fragen zur Indexierung für LLMs

### Wie lange dauert die Indexierung bei Google?

Die Google-Indexierung dauert je nach Domain-Autorität und Crawl-Budget zwischen einigen Stunden und mehreren Wochen. Neue Seiten auf etablierten Domains werden oft innerhalb von 24 bis 48 Stunden gecrawlt. Seiten, die in der robots.txt blockiert sind oder ein noindex-Tag tragen, werden gar nicht indexiert. Bei Bing beschleunigst du die Indexierung über IndexNow, bei Brave über das Formular unter search.brave.com/submit-url, bei Google wartest du auf den Crawler. Im Praxistest auf einer brandneuen Domain kam Googlebot rund eine Stunde nach dem aktiven Anstoß, der erste organische Klick noch am Launch-Abend.

### Was ist der &num=100-Parameter und warum hat Google ihn entfernt?

`&num=100` war ein URL-Parameter in der Google-Suche, der bis zu 100 Ergebnisse pro Seite ausgeliefert hat statt der üblichen 10. Rank-Tracker haben den Parameter genutzt, um Suchrankings effizient zu erfassen. Zwischen dem 12. und 14. September 2025 hat Google die Unterstützung deaktiviert. Die offizielle Begründung fehlt bis heute. Plausibel sind zwei Motive: Scraper erschweren und LLM-Anbieter vom günstigen Google-Datenabgriff abschneiden.

### Warum sind meine Google-Search-Console-Impressionen seit September 2025 eingebrochen?

Der Einbruch liegt an der `&num=100`-Entfernung. Rank-Tracker haben bei jedem Scrape Impressionen auf tiefen Positionen (50 bis 100) ausgelöst, die nie von echten Nutzern gesehen wurden. Die Bot-Impressionen fallen jetzt weg. Die tatsächliche Sichtbarkeit einer Seite ist nicht gesunken. Die Zahlen sind nur ehrlicher geworden. 87,7% der untersuchten Websites waren in der Locomotive-Analyse betroffen.

### Welche Suchmaschine nutzt ChatGPT für die Websuche?

ChatGPT Search nutzt primär Microsoft Bing als Index. Für ausgewählte Kategorien (News, Sport, Finanzdaten) bezieht OpenAI zusätzlich Inhalte aus direkten Publishing-Deals. Nur etwa 46% der ChatGPT-Anfragen triggern überhaupt eine Live-Websuche. Die restlichen 54% beantwortet das Modell aus dem Trainingskorpus.

### Wie kann ich URLs bei Bing indexieren lassen?

In den Bing-Index führen 2 Wege. IndexNow ist der offene Push-Standard, der mit einem einfachen HTTP-Request URLs an Bing, Yandex und weitere Suchmaschinen meldet. Zusätzlich bieten die Bing Webmaster Tools die SubmitUrlBatch-API mit einem Kontingent von 10.000 URLs pro Tag pro Domain. Beide Wege sind kostenlos und in 10 bis 20 Minuten eingerichtet.

### Wie bekomme ich meine Seite in Brave Search?

Es gibt zwei Wege. Direkt: Unter search.brave.com/submit-url betreibt Brave ein öffentliches Formular für einzelne URLs, ohne Account und ohne Domain-Verifizierung. Brave sagt dafür allerdings nur den erneuten Abruf bereits bekannter Seiten zu, nicht die Neuaufnahme unbekannter URLs. Indirekt: Der Brave-Index ist ein Hybrid aus dem eigenen Web Discovery Project und dem Bing-Index. Wer sauber in Bing indexiert ist, landet mit wenigen Tagen Verzögerung auch in Brave Search. Eine Indexing-API oder IndexNow-Unterstützung bietet Brave weiterhin nicht. Claude und Le Chat greifen bei Web-Anfragen genau auf diese Ergebnisse zu.

### Welcher LLM nutzt welche Suchquelle?

ChatGPT und Meta AI nutzen Bing. Claude und Le Chat nutzen Brave Search. Perplexity hat einen eigenen Crawler und einen eigenen Index. Gemini nutzt Google Search. Grok nutzt den X/Twitter-Feed plus eigene Real-Time-Quellen. Daraus folgt: Wer in LLMs sichtbar sein will, braucht saubere Indexierung bei mindestens Bing und Google. Idealerweise kommt Crawl-Zugang bei Perplexity über gute interne Verlinkung und hohe Content-Qualität dazu.

## Quellen

- Gargula, T. (Locomotive Agency, 15.09.2025): [Google Removes &num=100 Parameter September 2025](https://locomotive.agency/blog/google-removes-num100-parameter-what-this-means-for-your-website/), Analyse über 319 Properties, 87,7% Impression-Drop.
- Search Engine Land (18.09.2025, Danny Goodwin): [77% of sites lost keyword visibility after Google removed num=100](https://searchengineland.com/google-num100-impact-data-462231).
- OpenAI (31.10.2024): [Introducing ChatGPT search](https://openai.com/index/introducing-chatgpt-search/), Bing als primärer Such-Partner.
- Anthropic Docs: [web\_search Tool](https://docs.anthropic.com/en/docs/agents-and-tools/tool-use/web-search-tool), Brave Search API als Backend.
- Perplexity Search API: [Documentation](https://docs.perplexity.ai/guides/search-guide), eigener Crawler, eigener Index.
- IndexNow: [indexnow.org](https://www.indexnow.org/), Protokoll-Spezifikation, unterstützte Suchmaschinen.
- Microsoft Bing: [IndexNow bei Bing](https://www.bing.com/indexnow), Bing-spezifische Implementierung.
- Brave Search API: [brave.com/search/api](https://brave.com/search/api/), Basis für Claude und Mistral Le Chat.
- Brave Search: [Submit URL](https://search.brave.com/submit-url), öffentliches Formular ohne Ankündigung und ohne Hilfeseite, eigener Praxistest Juli 2026.
- Siddle, R. & Blyskal, J. (MERJ, 09.07.2026): [How Brave Search discovers new pages](https://merj.com/blog/how-brave-search-discovers-new-pages), Code-Inspektion des Submit-Formulars, kein IndexNow bei Brave.
- Google Indexing API: [Developer Docs](https://developers.google.com/search/apis/indexing-api/v3/quickstart), Beschränkung auf Jobposting + Livestream.
- Eigene Kundenarbeit HECHT INS GEFECHT: Citation-Status-Checks über 5 Suchmaschinen, Q1 2026.
