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AI Overviews: Warum der Klickverlust eine gute Nachricht ist

AI Overviews nehmen informationelle Klicks weg – und das ist okay. Warum Brand Touchpoints wichtiger sind als Klicks.

Benny Windolph, der SEO-Experte von HECHT INS GEFECHT
Benny Windolph
Benny Windolph ist Co-Founder der SEO-Agentur HECHT INS GEFECHT in Bremen. Benny Windolph entwickelt SEO- und GEO-Strategien fĂĽr E-Commerce-Unternehmen mit Fokus auf Technisches SEO, Semantisches SEO und LLM-Sichtbarkeit.
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AI Overviews sind Googles KI-generierte Antworten, die direkt über den organischen Suchergebnissen erscheinen. Seit dem Deutschland-Launch im März 2025 verändern AI Overviews die Spielregeln für SEO: Weniger Klicks auf informationelle Suchanfragen, dafür eine komplett neue Fläche für Markensichtbarkeit. Die meisten SEOs behandeln das als Bedrohung. Ich nicht.

Ehrlicherweise: Die Klicks, die AI Overviews wegnehmen, waren in der Regel vorher schon ein Nullsummenspiel. Entweder ich oder mein Konkurrent hat sie bekommen – im Wechsel. Diese Klicks sahen in der Google Search Console gut aus, aber wer von diesen Besuchern hat wirklich gekauft? In den meisten Fällen niemand.

Die eigentliche Frage ist nicht „Wie bekomme ich meine Klicks zurĂĽck?“, sondern: Wie nutze ich AI Overviews als Brand Touchpoint?

Was AI Overviews sind – und was nicht

AI Overviews sind Googles Antwort auf ChatGPT – im wörtlichen Sinn. Google nutzt Gemini, um aus den Inhalten indexierter Seiten eine zusammenfassende Antwort zu generieren. Diese Antwort erscheint direkt über den organischen Ergebnissen, mit Quellenverweisen auf die zitierten Seiten.

AI Overviews sind letztlich eine eingedampfte, KI-generierte Version von Googles bisherigen Featured Snippets – nur umfangreicher, kontextbezogener und mit der Fähigkeit, Informationen aus mehreren Quellen zusammenzufassen.

Was AI Overviews nicht sind: ein eigenständiges KI-System. AI Overviews greifen auf Googles bestehenden Index zu. Sie crawlen keine neuen Seiten, sie haben keine eigenen Trainingsdaten. Das unterscheidet sie fundamental von ChatGPT oder Perplexity.

AI Overviews, ChatGPT und Perplexity: 3 Systeme, 3 Logiken

Es geistern gerade viele Begriffe durch die SEO-Welt: GEO, LLMO, GAIO, AEO. All das beschreibt im Kern dasselbe Problem – Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten. Aber die Systeme dahinter funktionieren unterschiedlich, und wer das ignoriert, optimiert am Ziel vorbei.

ChatGPT ist ein reines LLM. Wenn ChatGPT keine ausreichenden Informationen in den Trainingsdaten findet, recherchiert es im Internet. ChatGPT ist am besten im Verstehen komplexer, mehrteiliger Fragen. Die Stärke liegt in der Tiefe, nicht in der Breite.

Perplexity ist eine Mischung aus Suchmaschine und LLM. Perplexity durchsucht das Web bei jeder Anfrage und kombiniert die Ergebnisse mit einem Sprachmodell. Perplexity zitiert Quellen explizit und verlinkt sie direkt – das macht Perplexity für SEOs besonders interessant.

Google AI Overviews sind eine schnellere, eingedampfte Version von Gemini. AI Overviews greifen auf Googles bestehenden Index zurück – dieselbe Datenbasis, die auch die organischen Ergebnisse speist. Das heißt: Wer bei Google organisch nicht gefunden wird, wird auch in AI Overviews nicht erscheinen.

Was alle drei verbindet: Auch LLMs recherchieren im Internet, wenn ihnen das Material in den Trainingsdaten fehlt. Das bietet Chancen – besonders dann, wenn du fernab der eigenen Website präsent bist: auf Branchenportalen, in Fachartikeln, auf Bewertungsplattformen. Wer seine Brand SEO ernst nimmt, profitiert in allen drei Systemen gleichzeitig.

Vergleich: AI Overviews, ChatGPT und Perplexity – 3 Systeme, 3 Datenquellen, 3 Logiken 3 Systeme, 3 Logiken Google AI Overviews Datenquelle: Googles bestehender Index Logik: Gemini fasst indexierte Seiten zusammen Stärke: Breite (gesamter Google-Index) ChatGPT Datenquelle: Trainingsdaten + Web-Recherche Logik: LLM antwortet, recherchiert bei Bedarf Stärke: Tiefe (komplexe, mehrteilige Fragen) Perplexity Datenquelle: Echtzeit-Websuche + Sprachmodell Logik: Sucht bei jeder Anfrage live im Web Stärke: Quellen (explizite Zitate + Verlinkung) → Starke Brand SEO wirkt in allen drei Systemen hechtinsgefecht.de

Abb. 1: AI Overviews, ChatGPT und Perplexity – 3 Systeme, 3 Datenquellen, 3 Logiken.

Warum der Klickverlust kein Problem ist

Die Datenlage ist eindeutig – und sie kommt von mehreren Seiten: Das Pew Research Center hat fast 69.000 Google-Suchen analysiert und gemessen: Nutzer klicken bei AI Overviews nur in 8 % der Fälle auf ein Ergebnis – ohne AI Overview sind es 15 %. Etwa die Hälfte. Ahrefs kommt auf 34,5 % weniger Klicks, in einem Update von Februar 2026 sogar auf 58 %. Und Seer Interactive misst bei 3.119 Suchbegriffen und 25 Millionen Impressionen einen organischen CTR-Rückgang von 61 %.

In meinen GSC-Daten sehe ich das bestätigt: Informationelle Klicks gehen durch die Bank zurück. Aber was heißt das wirklich?

Informationelle Suchanfragen – „Was ist Femto-LASIK?“, „Wie funktioniert ein Palettierroboter?“ – waren schon immer schwer zu monetarisieren. Der Nutzer will eine schnelle Antwort, nicht ein Produkt kaufen. Wenn Google diese Antwort jetzt direkt liefert, verliert man Klicks, die ohnehin selten zu Conversions gefĂĽhrt haben. Rand Fishkin hat das Phänomen schon vor AI Overviews belegt: 58,5 % aller Google-Suchen in den USA enden ohne einen einzigen Klick. AI Overviews beschleunigen einen Trend, der längst da war.

Gleichzeitig zeigen die Daten etwas anderes: LLM-Traffic konvertiert deutlich besser. Wir messen bei Kunden Conversion-Raten von über 12 % für Traffic aus KI-Systemen – verglichen mit 2-3 % über die klassische organische Suche. Semrush bestätigt: Besucher aus KI-Suchsystemen sind 4,4-mal wertvoller als klassische organische Besucher. Search Engine Land berichtet über 13 Monate Tracking hinweg von einer Conversion-Rate von 18 % für LLM-Referral-Traffic – die höchste aller Traffic-Quellen. Die Details dazu haben wir in unserem Artikel über LLM-Sichtbarkeit zusammengefasst.

Deswegen ist die Rechnung eine andere als viele SEOs befürchten: Weniger Klicks, aber die verbleibenden Klicks sind wertvoller. Wer vorher 10.000 informationelle Klicks im Monat hatte, von denen 50 konvertiert haben, und jetzt 5.000 Klicks hat, von denen 200 konvertieren – hat gewonnen.

AI Overviews: Klickverlust vs. Conversion-Uplift – weniger Klicks, aber wertvoller Weniger Klicks, mehr Wert Klickverlust durch AI Overviews –50 % CTR mit AI Overview (8 %) vs. ohne (15 %) Pew Research Center · 69.000 Suchen –58 % Organische Klicks bei AI Overviews Ahrefs · Update Februar 2026 –61 % Organischer CTR-Rückgang Seer Interactive · 25 Mio. Impressionen ABER LLM-Traffic konvertiert besser 4,4× wertvoller als klassisch-organisch Semrush · AI Search SEO Traffic Study 18 % Conversion-Rate für LLM-Referral-Traffic Search Engine Land · 13 Monate Tracking hechtinsgefecht.de

Abb. 2: Klickverlust durch AI Overviews vs. Conversion-Uplift bei LLM-Traffic.

Brand Touchpoints statt Klicks: Die eigentliche Chance

Was passiert, wenn deine Marke in einem AI Overview erscheint, der Nutzer aber nicht klickt? Ist das ein Verlust?

Nein. Es ist ein Brand Touchpoint.

Alles, was in AI Overviews zitiert wird, hätte auch nach einem Klick keinen Produktkauf oder Abschluss nach sich gezogen. Da sucht jemand eine schnelle Antwort. Aber wenn deine Marke in diesem Moment sichtbar ist – als zitierte Quelle, als genannte Empfehlung – passiert etwas, das kein Klick-Tracking erfasst: Brand Recognition.

Das Prinzip kennt jeder aus dem Local SEO: Ein Nutzer sieht dein Google Business Profil im Local Pack, klickt nicht – aber wenn er nächste Woche einen Anbieter braucht, erinnert er sich an den Namen. AI Overviews funktionieren genauso. Die Sichtbarkeit zählt, nicht der einzelne Klick.

Und genau deswegen hat Brand SEO für AI Overviews eine doppelte Funktion: Erstens brauchst du eine starke Marke, damit Google sie in AI Overviews überhaupt als Quelle heranzieht. Zweitens profitiert deine Marke von jeder Erwähnung in AI Overviews – unabhängig davon, ob jemand klickt.

FĂĽr AI Overviews optimieren: 3 Hebel

Was empfehle ich, wenn ein Kunde sagt „Ich will in AI Overviews erscheinen“? Drei Dinge prĂĽfe ich zuerst.

Für AI Overviews optimieren: 3 Hebel – Cost of Retrieval, Informational Gain, Entity Salience 3 Hebel für AI Overviews Cost of Retrieval senken Schnelle, schlanke Seiten. Kein HTML-Bloat, keine Redirect-Ketten, niedriger TTFB. → Langsame Seiten werden übersprungen. Informational Gain maximieren Eigene Daten, eigene Cases, eigene Zahlen. Kein generischer Content, den 20 andere haben. → Google zitiert, was neu und einzigartig ist. Entity Salience optimieren Thematisch fokussierte Seiten mit klarer Entitätszuordnung. Keine thematischen Abschweifungen. → Klare Zuordnung = höhere Zitierwahrscheinlichkeit. BrightEdge: AI Overviews erscheinen 195 % häufiger bei Featured Snippets hechtinsgefecht.de

Abb. 3: Die 3 Optimierungshebel fĂĽr AI Overviews.

Cost of Retrieval senken

Google muss deine Seite crawlen und verarbeiten können – schnell und effizient. Google zieht deine Seite nicht für AI Overviews heran, wenn sie 3 Sekunden TTFB hat, 12.000 Zeilen HTML-Bloat mitliefert und Googles Crawl-Budget mit Redirect-Ketten verschwendet.

Warum? Weil Google AI Overviews aus vielen Quellen zusammensetzt. Jede Quelle, die langsam oder aufwändig zu verarbeiten ist, hat einen höheren „Cost of Retrieval“ – und wird zugunsten einer schnelleren Alternative ĂĽbersprungen. Die technischen Details dazu stehen im Artikel ĂĽber Cost of Retrieval.

Informational Gain maximieren

Google hat ein Patent fĂĽr den „Information Gain Score“: Ein Wert, der misst, wie viel neue Information eine Seite im Vergleich zu anderen Seiten zum selben Thema liefert. Kevin Indig hat das in seinem Artikel „Information Gainz“ auf den Punkt gebracht: Der Score bewertet, wie viel mehr ein Nutzer erfährt, wenn er deine Seite liest – nachdem er bereits andere Seiten zum Thema gesehen hat. FĂĽr AI Overviews ist dieser Faktor entscheidend: Warum sollte Google deine Seite zitieren, wenn 20 andere denselben generischen Inhalt bieten?

Informational Gain entsteht durch eigene Daten, eigene Erfahrungen, eigene Cases. Ein konkretes Beispiel: Wir haben bei einem Kunden aus der Medizintechnik gemessen, dass LLM-Traffic eine Conversion-Rate von 12,65 % hat. Diese Zahl taucht nirgendwo sonst auf. Das ist Informational Gain – und genau das, was KI-Systeme als zitierwürdig einstufen.

Entity Salience optimieren

Google erkennt Entitäten in deinem Text – Marken, Produkte, Personen, Konzepte. Entity Salience beschreibt, wie prominent eine bestimmte Entität in deinem Text ist – quantifiziert als Wert zwischen 0 und 1 in Googles NLP API. Die Salience der Kern-Entität sinkt, wenn dein Text ĂĽber „Augenlasern“ schreibt, aber zwischendurch ĂĽber Urlaubsplanung und Versicherungsvergleiche abschweift.

Das hat direkte Auswirkungen auf AI Overviews: Google zieht Seiten heran, die eine klare thematische Zuordnung haben. Die Methoden dafĂĽr haben wir im Artikel ĂĽber Semantisches SEO erklärt – besonders die Prinzipien „Thematische Kohärenz halten“ und „Kernaussage zuerst platzieren“. Jason Barnard beschreibt auf Kalicube, wie Entitäten ĂĽber das gesamte digitale Ă–kosystem hinweg konsistent definiert und gestärkt werden mĂĽssen – fĂĽr Google genauso wie fĂĽr KI-Systeme.

Und es gibt eine messbare Schnittmenge zu Featured Snippets: BrightEdge hat ermittelt, dass AI Overviews 195 % häufiger erscheinen, wenn bereits ein Featured Snippet vorhanden ist. Was Google in Featured Snippets blau markiert hat, hat Google als relevante Entität erkannt. Wer für Featured Snippets optimiert hat, hat bereits die Vorarbeit für AI Overviews geleistet – die Entity-Ebene war der gemeinsame Nenner.

Content-Strategie: Den Heuhaufen reduzieren

Die klassische SEO-Strategie war jahrelang das Skyscraper-Modell: Schreib den längsten, umfassendsten Artikel zum Thema. 5.000 Wörter, jeder Nebenaspekt abgedeckt, jedes verwandte Keyword eingebaut.

FĂĽr AI Overviews ist das kontraproduktiv.

LLMs müssen die relevante Information in deinem Content finden – die Nadel im Heuhaufen. Je größer der Heuhaufen, desto schwieriger wird es. Oder anders gesagt: Wer den Heuhaufen aktiv reduziert, macht es LLMs leichter, die Nadel zu finden.

Das heißt nicht, weniger zu veröffentlichen. Es heißt, dichter zu schreiben. Jeder Satz muss Informationswert liefern. Kein Filler, kein Warmup, keine Absätze, die nur existieren, um die Wortanzahl zu strecken.

Für AI Overviews ist ein präziser 800-Wörter-Artikel, der eine Frage direkt und mit eigenen Daten beantwortet, wertvoller als ein 3.000-Wörter-Rundumschlag, in dem die Antwort irgendwo im dritten Drittel steht.

Schema-Markup als direkter Kanal zu Google AI

Schema-Markup schadet AI Overviews auf keinen Fall – und bietet einen Vorteil, den die meisten unterschätzen.

Schema-Markup in JSON-LD steht im <head> der Seite. Google liest es, selbst wenn die restliche Seite nicht vollständig laden kann – weil der Server langsam ist, weil JavaScript das Rendering blockiert, weil der Crawl abgebrochen wird. Strukturierte Daten verbessern Rankings nicht direkt, bieten aber einen direkten Kommunikationskanal mit Google und KI-Systemen.

Die Daten von Schema App untermauern das: Nach der Implementierung von Entity Linking ĂĽber Schema-Markup stieg die AI-Overview-Sichtbarkeit um 19,72 %. Ein Kunde (InSinkErator) verzeichnete 69 % mehr Klicks fĂĽr nicht-markenbezogene Suchanfragen nach der Schema-Implementierung.

Für AI Overviews heißt das konkret: Organization Schema, Product Schema und FAQ Schema liefern Google maschinenlesbare Fakten, die AI Overviews direkt verwenden können – ohne den Content interpretieren zu müssen.

Produktseiten in AI Overviews

Erscheinen Produktseiten in AI Overviews? Direkt habe ich das bei Kunden noch nicht gesehen. AI Overviews beantworten aktuell vor allem informationelle Suchanfragen – nicht transaktionale. Aber das wird sich ändern.

Wer sich vorbereiten will, sollte drei Dinge tun:

  1. Strukturierte Daten nutzen: Product Schema mit allen relevanten Attributen – Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen, technische Spezifikationen. Google braucht maschinenlesbare Fakten über dein Produkt.
  2. Fakten statt Marketing-Sprache: AI Overviews zitieren keine Werbeversprechen. Maximale Daten und Fakten auf der Produktseite – Maße, Materialien, Vergleichswerte, Testergebnisse.
  3. Google Merchant Center: Produkte ĂĽber Feeds an das Google Merchant Center weitergeben. Das ist ein separater Datenkanal, den Google fĂĽr Shopping-Ergebnisse und potenziell auch fĂĽr AI Overviews nutzt.

AI Overviews messen und tracken

Die Google Search Console zeigt AI Overviews nicht separat. Du siehst nicht, wie viele Impressionen oder Klicks aus AI Overviews kommen. Das ist ein blinder Fleck – aber es gibt Alternativen.

Bing Webmaster Tools haben eine „AI Performance“-Sektion. Hier siehst du, wie oft deine Seiten in Bing Copilot (Microsofts Ă„quivalent zu AI Overviews) erscheinen und zitiert werden.

LLM-Tracker wie RankScale ermöglichen es, bestimmte Prompts zu tracken. Du definierst Prompts, die für dein Geschäft relevant sind – Fragen, die deine potenziellen Kunden an KI-Systeme stellen. RankScale prüft regelmäßig, ob und wo deine Marke in den Antworten erscheint.

Der entscheidende Perspektivwechsel: Messe nicht Klicks, messe Brand-Sichtbarkeit. Ob deine Marke in der Antwort erscheint, ist wichtiger als ob jemand anschließend klickt. Dafür braucht es keine perfekte Tracking-Lösung – es braucht ein Umdenken in der Erfolgsmessung. Den vollständigen Framework-Ansatz beschreiben wir in unserem Artikel über LLM-Sichtbarkeit.

Wo AI Overviews nicht erscheinen

Nicht jede Suchanfrage löst ein AI Overview aus. Google zeigt AI Overviews nicht bei allen Themen – und es gibt Muster, die du kennen solltest.

Sensible Branchen: Alles, was zwar legal und seriös ist, aber thematisch heikel – bestimmte Bereiche im E-Commerce, Gesundheitsthemen mit YMYL-Charakter, rechtlich komplexe Fragestellungen. Wir betreuen einen Online-Shop in einem Randbereich des E-Commerce, bei dem Google für viele Kernkeywords schlicht keine AI Overviews anzeigt.

Extrem nischige Themen: Bei einem Kunden aus der IT-Dienstleistung (Schweiz) haben wir festgestellt: Das AI-Suchvolumen liegt bei sämtlichen Keywords bei null. Das Thema ist zu spezifisch für AI Overviews. Die relevanten KI-Anfragen laufen als natürlichsprachige Fragen direkt an LLMs – nicht über Google.

Transaktionale Suchanfragen: „Laufschuhe kaufen“ löst in der Regel kein AI Overview aus. Google zeigt dort Shopping-Ergebnisse. AI Overviews fokussieren sich auf informationelle und semi-informationelle Anfragen.

Das heißt: Prüfe zuerst, ob deine Ziel-Keywords überhaupt AI Overviews triggern. Sich die Optimierung zu sparen, wo Google keine KI-Antwort zeigt, ist keine Niederlage – es ist Ressourcen-Effizienz.

Häufige Fragen zu AI Overviews

Was sind Google AI Overviews?

AI Overviews sind KI-generierte Zusammenfassungen, die Google direkt ĂĽber den organischen Suchergebnissen anzeigt. Google nutzt Gemini, um Informationen aus mehreren indexierten Seiten zu einer Antwort zusammenzufassen und verlinkt auf die verwendeten Quellen.

Nehmen AI Overviews Klicks weg?

Ja – aber hauptsächlich informationelle Klicks, die selten zu Conversions führen. Die Studien zeigen Rückgänge zwischen 34,5 % (Ahrefs) und 61 % (Seer Interactive). Gleichzeitig konvertiert verbleibender LLM-Traffic 4-5 mal besser als klassischer organischer Traffic (Semrush, Search Engine Land).

Wie optimiere ich fĂĽr AI Overviews?

Drei Hebel: Cost of Retrieval senken (schnelle, schlanke Seiten), Informational Gain maximieren (eigene Daten und Cases statt generischer Inhalte) und Entity Salience optimieren (thematisch fokussierte Seiten mit klarer Entitätszuordnung).

Kann ich messen, ob ich in AI Overviews erscheine?

Die Google Search Console zeigt AI Overviews nicht separat. Alternativen: Bing Webmaster Tools (AI Performance), LLM-Tracker wie RankScale fĂĽr Prompt-Monitoring und manuelle Stichproben mit verschiedenen Suchanfragen.

Hilft Schema-Markup fĂĽr AI Overviews?

Schema-Markup hat Rankings nicht direkt verbessert, liefert Google aber maschinenlesbare Fakten über deine Marke und Produkte. JSON-LD im Head wird gelesen, selbst wenn die Seite nicht vollständig geladen werden kann – ein direkter Kommunikationskanal mit Googles KI.

Erscheinen Produktseiten in AI Overviews?

Aktuell selten. AI Overviews beantworten vor allem informationelle Fragen. Vorbereitung: Sauberes Product Schema, maximale Fakten auf der Produktseite und Produkte ĂĽber Feeds an das Google Merchant Center weitergeben.

Kann ich AI Overviews fĂĽr meine Seite blockieren?

Ja – über den nosnippet-Meta-Tag oder das data-nosnippet-Attribut für bestimmte Abschnitte. Google respektiert beide Hinweise. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage: Du verlierst damit auch klassische Snippets und Featured Snippets in den Suchergebnissen.

Was ist der Unterschied zwischen AI Overviews und ChatGPT?

AI Overviews greifen auf Googles bestehenden Index zu – keine eigenen Trainingsdaten. ChatGPT ist ein eigenständiges LLM mit eigenen Trainingsdaten, das bei Bedarf im Internet recherchiert. Perplexity kombiniert beides: Echtzeit-Websuche plus Sprachmodell.