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Topic Research statt Keyword-Recherche: Warum das Denken in Keywords eine Sackgasse ist

Keywords waren eine Brückentechnologie. LLMs eliminieren die Übersetzungsarbeit zwischen Mensch und Suchmaschine. Prompt Research und Topic-Denken lösen die klassische Keyword-Recherche ab.

Benny Windolph, der SEO-Experte von HECHT INS GEFECHT
Benny Windolph
Benny Windolph ist Co-Founder der SEO-Agentur HECHT INS GEFECHT in Bremen. Benny Windolph entwickelt SEO- und GEO-Strategien für E-Commerce-Unternehmen mit Fokus auf Technisches SEO, Semantisches SEO und LLM-Sichtbarkeit.
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Keywords waren eine Brückentechnologie. Eine Übersetzungshilfe zwischen dem, was Menschen wissen wollen, und dem, was sie in ein Suchfeld eintippen konnten. LLMs eliminieren diese Übersetzungsarbeit. Die Konsequenz: Wer heute noch in Keywords denkt statt in Themen und Prompts, optimiert für eine Welt, die gerade verschwindet.

Ich sage das in Kundengesprächen mittlerweile offen: Klassische Keyword-Recherche mit Suchvolumen, Difficulty und CPC ist für die Content-Strategie nicht mehr der richtige Ausgangspunkt. Keywords sind weiterhin nützlich als Indikator dafür, was gesucht wird – aber alle anderen Metriken drumherum verlieren an Bedeutung.

Warum Keywords eine Brückentechnologie waren

Andrew Holland beschreibt in seinem Guide to GEO einen Punkt, den ich aus der Praxis bestätigen kann: Keywords waren der menschliche Versuch, Probleme in maschinenlesbare Suchanfragen zu übersetzen. Ein großer Mann, der Sommerkleidung sucht, musste bei Google mehrere Suchen starten – „XXL Sommershirts“, „Hemden große Größen“, „beste Passform breite Schultern“. Bei ChatGPT tippt er einfach: „Welche Hemden passen am besten für breite Schultern im Sommer?“ Eine Frage, keine Keywords.

Topic Research ersetzt dieses Keyword-Denken durch themenbasiertes Arbeiten. Statt einzelne Suchbegriffe zu optimieren, identifiziert Topic Research die Themenfelder und Nutzer-Prompts, die hinter den Suchanfragen stehen – bei Google und bei KI-Systemen gleichzeitig.

Holland verweist auf die Information Foraging Theory von Peter Pirolli und Stuart Card – die Idee, dass Menschen Informationen suchen wie Tiere nach Nahrung. Die zentrale Formel: Information Gain Rate = Informationswert / Kosten der Beschaffung. Menschen wollen den höchsten Informationswert bei geringstem Aufwand.

Das war im Grunde schon immer so. Niemand sucht nach dem perfekten Ergebnis. Menschen nehmen das beste Ergebnis, das sich in kurzer Zeit finden lässt. Herbert Simon nannte das Satisficing – eine Mischung aus „satisfy“ und „suffice“. Wir klicken uns bei Google nicht bis Seite 5 durch. Wir nehmen das erste Ergebnis, das gut genug wirkt.

LLMs verschieben diese Gleichung mittlerweile radikal. Die Kosten der Informationsbeschaffung fallen fast auf null. Ein LLM durchsucht, filtert, vergleicht und fasst in 8 Sekunden zusammen. Die Information Gain Rate explodiert. Deswegen nutzen laut Bain & Company 80 % der Konsumenten Zero-Click-Ergebnisse in mindestens 40 % ihrer Suchen. Organischer Web-Traffic sinkt laut Branchenanalysen geschätzt um 15–25 %.

Was das für die Content-Strategie bedeutet

Klar ist: Die Konsequenz ist nicht, dass Content irrelevant wird. Der Ausgangspunkt ändert sich.

Früher: Keyword → Content

Der klassische Workflow sah so aus: Semrush öffnen, Keyword eingeben, Suchvolumen prüfen, Difficulty bewerten, Content-Brief schreiben. Ein Blogpost für „Augenlasern Kosten“ mit 2.400 monatlichen Suchanfragen, einer Keyword Difficulty von 38 und einem CPC von 4,20 €.

Ehrlicherweise habe ich das selbst jahrelang genauso gemacht. Ich habe Neuronwriter genutzt und geschaut, dass bestimmte Keywords im Text stehen – egal, ob sie dort sauber reingepasst haben oder nicht. Das war Standard. Und für Google hat es funktioniert.

Heute: Thema → Prompt → Content

Der neue Workflow beginnt letztlich mit einer anderen Frage: Was macht der Kunde, und für wen? Welche Probleme löst das Produkt? Welche Fragen stellen Nutzer bei KI-Systemen zu diesem Themenfeld?

Ein konkretes Beispiel: Statt „Augenlasern Kosten“ als Keyword zu targetieren, starten wir eine Prompt Research in RankScale. Prompt Research analysiert, welche Fragen Nutzer bei ChatGPT und Perplexity zu einem Themenfeld stellen – nicht welche Keywords sie bei Google eintippen. Die Antwort: „Gibt es eine Altersgrenze für Augenlasern?“ – kein Suchvolumen bei Google, aber hochrelevant für LLMs. Ein Blogpost dazu, und der Kunde steht bei Perplexity, ChatGPT und Gemini direkt auf Platz 1.

Was viele überrascht: Prompt-Themen funktionieren auch bei Google. Bei einem Kunden aus der Medizintechnik haben die promptbasierten Blogposts die durchschnittlichen Klicks von knapp 150 auf über 300 pro Tag fast verdoppelt. Content, den wir für LLM-Prompts geschrieben haben, rankt auch bei Google – weil er thematisch präzise und inhaltlich vollständig ist.

Topic Research optimiert letztlich für beides gleichzeitig. Die Regeln sind dieselben: Informationen müssen schnell zugänglich sein (Cost of Retrieval) und Mehrwert bieten zu dem, was schon im Internet steht (Information Gain). Das gilt für Google genauso wie für ChatGPT.

Keyword-Recherche vs. Topic Research: Vier Schritte im VergleichKeyword-Recherche vs. Topic Research Früher: Keyword → Content 1. Keyword eingeben 2. Suchvolumen prüfen 3. Keyword Difficulty bewerten 4. Content-Brief schreiben Ausgangspunkt: Keyword-Metriken VS Heute: Thema → Prompt → Content 1. Thema identifizieren 2. Prompts recherchieren (KI-Systeme) 3. Prompt → Blogpost-Titel 4. Content für Google + LLMs Ausgangspunkt: Themen und Probleme Themen zuerst, Keywords danach.Abb. 1 · HECHT INS GEFECHT

Category Entry Points: Warum Situationen wichtiger sind als Suchbegriffe

Holland führt ein Konzept aus der Marketing-Wissenschaft ein, das für Topic Research zentral ist: Category Entry Points (CEPs) nach dem Ehrenberg-Bass Institute.

Die Idee: Kunden betreten eine Produktkategorie nicht über Keywords, sondern über Situationen, Bedürfnisse und Kontexte. Prof. Jenni Romaniuk beschreibt CEPs in „How Brands Grow 2“ als „mental distribution outlets“ und identifiziert 6 Dimensionen:

  1. WHY – Warum kaufst du das Produkt?
  2. WHEN – Wann kaufst du es?
  3. HOW – Wie fühlst du dich dabei?
  4. WHERE – Wo kaufst du es?
  5. WITH WHOM – Mit wem zusammen?
  6. WHILE – Während welcher Aktivität?

Hollands Beispiel: Ein Online-Shop für rote Kleider. Die Keyword-Recherche sagt: „rotes Kleid kaufen“, „Abendkleid rot“, „rotes Cocktailkleid“. Die CEP-Analyse sagt: Kundinnen kaufen rote Kleider für Kreuzfahrt-Abendveranstaltungen. Die LLM-Suche lautet dann: „I need a formal dress for a cruise ship evening event, something elegant in red.“ Kein Keyword-Tool der Welt zeigt diesen Prompt an.

Was heißt das in der Praxis? Statt „für welches Keyword optimiere ich?“ lautet die Frage bei Topic Research: „Welches Problem löst mein Produkt für wen in welcher Situation?“

Mein Ansatz ist simpler als die 6-Dimensionen-Analyse, aber im Kern dasselbe: Was machst du, und für wen? Daraus ergibt sich der Titel. „CRM für Stadtwerke und Energiebranche“ – kein Keyword-Tool schlägt das vor. Aber es ist exakt die Seite, die Google und LLMs als Antwort auf die entsprechende Frage brauchen.

Category Entry Points: Sechs Dimensionen nach Ehrenberg-Bass statt reiner KeywordsCategory Entry Points Sechs Dimensionen statt Keyword-Metriken (Ehrenberg-Bass) Dein Produkt – zentrale Entität WHY (Warum kaufst du es?) „Ich will ohne Brille sehen.“ WHEN (Wann kaufst du es?) „Vor der Kreuzfahrt.“ HOW (Wie fühlst du dich dabei?) „Unsicher wegen OP-Risiken.“ WHERE (Wo kaufst du es?) „Online oder im Fachgeschäft?“ WITH WHOM (Mit wem zusammen?) „Auf Empfehlung vom Arzt.“ WHILE (Während welcher Aktivität?) „Beim Sport stört die Brille.“ Denke in Situationen, nicht in Suchbegriffen.Abb. 2 · HECHT INS GEFECHT

Prompt Research in der Praxis: Ein Kundencase

Bei einem Kunden aus der Medizintechnik haben wir im Sommer 2025 die Content-Strategie komplett umgestellt. Keine Keyword-Recherche mehr. Stattdessen: Prompt Research über RankScale.

Der Workflow

  1. Überthema eingeben: Im Prompt Research Tool von RankScale ein Überthema eingeben – z.B. „Augenlasern“. RankScale zeigt daraufhin mögliche Prompts an, die Nutzer bei KI-Systemen zu diesem Thema stellen.
  2. Prompts sichten: Die Prompts sind in Subkategorien geclustert. Neben jedem Prompt steht die Aufrufhäufigkeit – mit Trendanzeige: stabil, fallend oder steigend. Steigende Prompts sind die interessantesten.
  3. Prompts zu Titeln machen: Relevante Prompts auswählen und daraus Blogpost-Titel ableiten. Ein Prompt = ein Titel = ein Post.
  4. Blogposts schreiben: Direkte Antwort auf den Prompt, kurz und präzise. Kein Keyword-Stuffing, kein 5.000-Wörter-Rundumschlag.
  5. Tracking einrichten: Die verwendeten Prompts in RankScale tracken, um die LLM-Sichtbarkeit nach Veröffentlichung zu messen. Parallel: Google-Performance über die Search Console.

Die Ergebnisse

LLM-Sichtbarkeit: Über 67 % Visibility für den Standort, Durchschnittsposition 2,5 bei KI-Systemen. Blogpost-Klicks: Von knapp 150 auf über 300 pro Tag – fast verdoppelt, nur durch promptbasierte Blogposts. Conversion: 12,65 % für LLM-Traffic seit Januar 2026, verglichen mit 2-3 % über die organische Google-Suche.

Prompt Research: Kundencase Medizintechnik mit +100 % Klicks, 67 % LLM-Visibility und 12,65 % Conversion RatePrompt Research: Kundencase Medizintechnik · Topic Research in der Praxis +100 % Klicks pro Tag 150 → 300 Klicks 67 % LLM-Visibility Sichtbarkeit in KI-Antworten 2,5 Ø Position bei KI-Systemen (1–3) 12,65 % Conversion Rate vs. 2–3 % Google organisch LLM-Traffic wandelt um ein Vielfaches besser.Abb. 3 · anonymisierter Kundencase · HIG

Die Domain-Daten bestätigen den Trend: Die Gesamtzahl der rankenden Keywords sank innerhalb von 6 Monaten um 20 % (von über 3.200 auf rund 2.600). Gleichzeitig stieg die Zahl der Top-3-Keywords von 239 auf 250. Der organische Traffic wuchs um 27 % (von knapp 24.000 auf über 30.000 monatliche Besucher), der Traffic-Wert stieg um 15 % auf rund 84.000 € monatlich. Weniger Keywords, bessere Themen, mehr Gesamtsichtbarkeit.

Topic Research: Themen trennscharf abgrenzen

Ein häufiges Missverständnis: „In Themen denken“ heißt nicht, alles in einen großen Topf zu werfen. Themen lassen sich genauso trennscharf abgrenzen wie Keywords – das sollte auch passieren.

Ein Blogpost pro Thema. Nicht „Augenlasern: Alles was du wissen musst“ mit 5.000 Wörtern, sondern: „Gibt es eine Altersgrenze für Augenlasern?“ als eigenständiger, fokussierter Beitrag. „Zahlt die Krankenkasse Augenlasern?“ als separater Post. Jeder Post beantwortet genau eine Frage – isoliert verständlich, chunk-fähig für LLMs, rankfähig bei Google.

Warum funktioniert das? Content rankt nicht nur für das intendierte Keyword, sondern sammelt Klicks für verwandte Begriffe ein. Ein thematisch präziser Post zieht automatisch die richtigen Long-Tail-Queries an – bei Google und bei LLMs.

Was sich ändern muss – und was bleibt

Was sich ändert

  • Suchvolumen als Entscheidungskriterium verliert an Bedeutung. „Suchvolumen = 0“ ist kein Ausschlusskriterium mehr.
  • Keyword Difficulty spielt für LLMs keine direkte Rolle. LLMs bewerten nicht nach Backlinks.
  • Keyword-Stuffing ist endgültig tot. LLMs erkennen unnatürliche Keyword-Häufungen und stufen den Content herab (negatives Sentiment in RankScale).
  • Die Tool-Industrie (Semrush, Ahrefs, Sistrix) muss sich transformieren. RankScale, Otterly und Peec.ai zeigen die Richtung.

Was bleibt

  • Thematische Relevanz bleibt der wichtigste Ranking-Faktor – bei Google und bei LLMs.
  • Information Gain bleibt entscheidend: Inhalte müssen Mehrwert bieten gegenüber dem, was bereits existiert.
  • Cost of Retrieval bleibt relevant: Schnelle, gut strukturierte, schlanke Seiten bevorzugen Google und LLMs gleichermaßen.
  • Entity-Salience bleibt zentral: Die Hauptentität – ob Marke oder Thema – muss klar erkennbar sein.
  • Semantisches SEO bleibt die Grundlage: Klare Struktur, explizite Relationen, chunk-fähige Absätze.

GEO (Generative Engine Optimization) ist keine komplett neue Disziplin. GEO ist zu 80 % SEO – aber die Denkweise muss sich verändern. Tradierte Konzepte wie Keyword-Dichte, Suchvolumen-Priorisierung und Difficulty-Scores funktionieren nicht mehr. Von der Draufsicht gelten dieselben Regeln für LLMs wie für Google. Die Umsetzung ist anders.

Topic Research: Was sich ändert und was bleibtWas sich ändert – und was bleibt Was sich ändert ~ Suchvolumen SV = 0 ist kein Ausschlusskriterium mehr. ~ Keyword Difficulty Für LLM-Antworten irrelevant. ~ Keyword-Stuffing LLMs erkennen unnatürliche Häufungen. ~ Tool-Industrie Semrush, Ahrefs und Sistrix transformieren sich. Klassische SEO-Metriken verlieren an Gewicht. Was bleibt ✓ Thematische Relevanz Wichtigster Faktor bei Google und LLMs. ✓ Informational Gain Mehrwert gegenüber dem, was schon existiert. ✓ Cost of Retrieval Schnelle, strukturierte, schlanke Seiten. ✓ Entity Salience Hauptentität muss klar erkennbar sein. ✓ Semantisches SEO Klare Struktur und explizite Relationen. Inhaltliche Qualität bleibt das Fundament. SEO stirbt nicht – es verschiebt sich.Abb. 4 · HECHT INS GEFECHT

Was Kunden dazu sagen

Die Reaktion ist fast immer positiv. Kunden sind froh, keine „klassischen SEO-Texte“ mehr schreiben zu müssen – diese typischen SEO-Texte mit Keyword-Stuffing, die niemand gern liest. Stattdessen: „Was machst du, und für wen?“ Daraus lässt sich der Titel stricken, und der Rest folgt.

Die Erkenntnis, die viele überrascht: Du kannst auch auf Platz 3 bei Google mehr Leads einsammeln als auf Platz 1 – wenn Snippet und Inhalt besser sind. Und du kannst bei ChatGPT empfohlen werden, ohne jemals für das entsprechende Keyword bei Google gerankt zu haben.

Häufige Fragen

Ist Keyword-Recherche komplett überflüssig?

Keyword-Recherche ist nicht überflüssig, Keyword-Recherche verändert ihre Funktion. Keywords bleiben nützlich als Indikator dafür, was Menschen suchen. Die Metriken drumherum – Suchvolumen, Difficulty, CPC – verlieren an Bedeutung für die Content-Strategie. Der Ausgangspunkt verschiebt sich von „Welches Keyword hat das höchste Volumen?“ zu „Welches Thema löst welches Problem?“

Was ist der Unterschied zwischen Topic Research und Keyword-Recherche?

Keyword-Recherche identifiziert Suchbegriffe und deren Metriken. Topic Research identifiziert Themenfelder, Nutzer-Prompts und Problemstellungen. Keyword-Recherche beantwortet „Wonach suchen Menschen bei Google?“ Topic Research beantwortet „Welche Probleme haben Menschen, die mein Produkt lösen kann?“ Topic Research nutzt Tools wie RankScale für Prompt Research statt Semrush für Suchvolumen.

Was ist Prompt Research?

Prompt Research ist der operative Teil von Topic Research. In RankScale gibst du ein Überthema ein und bekommst die konkreten Prompts angezeigt, die Nutzer bei ChatGPT, Perplexity und Gemini zu diesem Thema stellen – geclustert in Subkategorien, mit Aufrufhäufigkeit und Trendanzeige (steigend, stabil, fallend). Aus diesen Prompts leitest du Blogpost-Titel ab. Das ist die Grundlage für eine Content-Strategie, die für Google und LLMs gleichzeitig funktioniert.

Funktioniert Content ohne Suchvolumen wirklich?

Ja. 90 % der ChatGPT-Citations kommen von Seiten auf Rang 21 oder schlechter bei Google. LLMs bedienen eine andere Nachfrage als die klassische Google-Suche. Bei unserem Kunden aus der Medizintechnik haben promptbasierte Blogposts ohne Google-Suchvolumen die Klicks verdoppelt – weil die Themen auch bei Google rankten, nur eben für Queries, die in keinem Keyword-Tool auftauchen.

Muss ich meine bestehende Keyword-Strategie aufgeben?

Nein. Topic Research ersetzt Keyword-Recherche nicht schlagartig, Topic Research ergänzt Keyword-Recherche und verschiebt den Fokus. Bestehender Content, der für Keywords rankt, bleibt wertvoll. Neuer Content sollte themen- und promptbasiert geplant werden. Der Übergang ist fließend.

Welche Tools brauche ich für Topic Research?

RankScale (ab 20 $/Monat) für Prompt Research und AI Visibility Tracking. Die Google Search Console für Performance-Daten. Optional: DataForSEO AI Optimization API für LLM-Rohdaten. Die klassischen Tools (Semrush, Ahrefs) bleiben nützlich für Backlink-Analyse und technisches SEO – aber für die Content-Strategie rücken promptbasierte Tools in den Vordergrund.

Wie grenze ich Themen voneinander ab?

Topic Research erfordert dieselbe Trennschärfe wie Keyword-Recherche. Ein Blogpost pro Thema, eine Frage pro Post. „Gibt es eine Altersgrenze für Augenlasern?“ und „Zahlt die Krankenkasse Augenlasern?“ sind zwei separate Themen – auch wenn ein Keyword-Tool beides unter „Augenlasern Kosten“ zusammenfassen würde.

Quellen